Do, 23. November 2017

Causa Getreidemarkt

10.05.2017 08:50

ÖAMTC: „Maria Vassilakou verbreitet Fake News“

In der Causa Getreidemarkt-Radweg wirft der ÖAMTC Wiens Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou nun vor, Fake News zu verbreiten. Der Grund: Die Vize-Stadtchefin hatte argumentiert, dass es bei dem Projekt um "mehr Verkehrssicherheit für Radfahrer" und die "Vermeidung tödlicher Unfälle und schwerer Verletzungen" geht. Fakt sei aber, kontert der Autofahrerclub, dass es seit 2013 dort keinen tödlichen und "nur" drei Unfälle mit Personenschaden gegeben habe.

Am 3. Mai wurde mit der umstrittenen Erweiterung des Fahrradweges am Getreidemarkt begonnen. Das neue Radwegstück soll einen Lückenschluss von der Mariahilfer Straße bis zum Naschmarkt bringen. In den kommenden Monaten entsteht ein etwa zwei Meter breiter, baulich getrennter Fahrradweg - auf Kosten einer Pkw-Fahrspur.

ÖAMTC: "Keine tödlichen Unfälle"
Vassilakous Argumentation mit der Radfahrsicherheit sei laut Verkehrsexperte Bernhard Wiesinger nicht nachvollziehbar, wie er gegenüber "Heute" argumentierte: "Seit Beginn der elektronischen Erfassung des Unfallgeschehens 2013 sind in dem betroffenen Abschnitt keine tödlichen Unfälle mit Radfahrerbeteiligung bekannt." Zwischen 2013 und 2015 hätten sich drei Radfahrunfälle mit Personenschaden ereignet, Pkw-Beteiligung gab es dabei überhaupt nur in zwei Fällen. Wiesinger rät daher der Grünen-Chefin, eine "faktenbasierte" Diskussion zu führen.

Der Verkehrsexperte hat übrigens auch eine Alternativroute für den umstrittenen Radweg-Abschnitt in petto: Dieser sollte über die Nibelungengasse führen, das würde dann nämlich keine Pkw-Fahrspur kosten.

Häupl: "Schauen wir mal"
Auch Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) hatte erst am Montag aufhorchen lassen: "Schauen wir mal, wir werden uns das noch einmal ansehen", verkündete der Stadtchef am Rande eines Wien-Niederösterreich-Treffens in Bezug auf die Getreidemarkt-Baustelle.

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Redaktion
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