Fr, 24. November 2017

Protokolle geleakt

09.05.2017 18:20

Judenwitze: Funktionäre an der Uni Wien im Visier

Mit Judenwitzen und Spott über beeinträchtigte Menschen sollen sich Funktionäre der ÖVP-nahen AktionsGemeinschaft (AG) an der Uni Wien im Web die Zeit vertrieben haben, berichtet der "Falter" aktuell. Es handle sich demnach um Mitglieder der juristischen Fakultätsvertretung wie auch um Kandidaten für die ÖH-Wahl, die vom 16. bis 18. Mai stattfindet.

In einer WhatsApp-Gruppe sowie der geschlossenen Facebook-Gruppe "Fakultätsvertretung Jus Männerkollektiv" sollen sich die Studentenvertreter regelmäßig ausgetauscht haben. Laut "Falter", dem Chatprotokolle zugespielt wurden, sei etwa unter dem Titel "Leaked Anne Frank Nudes" ein Haufen Asche samt einer Rose zu sehen.

Hakenkreuze und freizügige Studentinnen
An anderer Stelle werde ein Hitlerjugend-Mädchen mit Hakenkreuz-Fähnchen in einem Korb und Hasen am Arm samt dem Bildtext: "Ich wünsche Frohe Ostern den Männern und auch Pussys dieser illustren Gruppe" abgebildet. In den Kommentaren ebenfalls lustig gefunden werde ein Bild eines badenden Burschen mit Down-Syndrom mit Dreizack im Arm und dem Titel "Poseidown" sowie diverse Hitler-Bilder. Hauptinhalt sind allerdings freizügige Bilder von Studentinnen bzw. von feuchtfröhlichen Partys.

In der AG ist man empört: "Es ist eine Frechheit, dass es innerhalb der AG Jus eine geheime Facebook-Gruppe gibt, die derart menschenverachtende Inhalte postet", so Sprecher Valentin Petritsch. "Das ist mit den Werten der AG in keiner Weise vereinbar und wir fordern deshalb auch den sofortigen Austritt aller, die sich an solchen Inhalten beteiligt haben."

Kurz: "Ausschluss aus JVP einzig richtige Entscheidung"
In der Jungen ÖVP (JVP), wo Betroffene ebenfalls aktiv sind, distanzierte man sich ebenfalls, verwies aber sonst auf die AG. Der Wiener JVP-Chef Nico Marchetti teilte per Twitter mit, die Betroffenen seien "sofort und einstimmig" aus der Jungen ÖVP Wien ausgeschlossen worden.

ÖVP-Außenminister Sebastian Kurz begrüßte den Ausschluss der Akteure. "Verurteile Vorfall zutiefst - absolut letztklassig! Ausschluss ist einzig richtige Entscheidung der @jvpwien & der AG", schrieb Kurz auf Twitter.

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Redaktion
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