Do, 18. Jänner 2018

Patscherkofel-Pläne

31.03.2017 09:19

"Das Projekt ist der komplette Wahnsinn"

Seit Donnerstag können Innsbrucker beim Magistrat ihre Unterschrift zur Bürgerinitiative "Verlegung der Bergstation der Patscherkofelbahn NEU" abgeben. Möglich ist dies Montag bis Donnerstag von 8 bis 15 Uhr und an Freitagen von 8 bis 12 Uhr. Die "Krone" mischte sich am Donnerstag unter jene Bürger, die unterschrieben haben.

Meldeamt, 1. Stock, ein Automat ordnet die Verhältnisse: Man drückt nur die Taste Unterstützungserklärung, erhält eine Nummer, die auf einer Anzeige erscheint. Mit amtlichem Ausweis dürfen dann Personen mit Wohnsitz Innsbruck die Initiative unterstützen.

Im Wesentlichen sind es drei Punkte, die besonders aufregen und im Gang des Magistrats zu recht lebhaften Diskussionen führen:

  • Die Aussicht: Die neue Station verwehrt den Besuchern des Alpenverein-Schutzhauses die freie Sicht auf die Bergwelt speziell in Richtung Stubaier Alpen. Das ist auch das Hauptargument der Bürgerinitiative.
  • Die Kosten: Im Raum steht letzten Endes ein Gesamtbetrag von rund 70 Millionen Euro oder eine Milliarde Schilling, wie ältere Semester rechnen. Das muss bezahlt werden aber wie? Die Politiker konnten diese Frage aus Sicht der Bürger nicht schlüssig beantworten.
  • Die neue Bahn: Die Skifahrer - und solche soll es in der zweifachen Olympiastadt auch geben -wollen nicht mit einer einzigen Umlaufbahn den ganzen Tag fahren - und bei jedem Einstieg die Skier ausziehen. Zudem regt auch die Toilette auf, die bei der Mittelstation eingespart werden soll.

Zugegeben: Zum Unterschreiben kommen nur Gegner. Darum auch der Befund: "Das Projekt ist der komplette Wahnsinn."

Günther Krauthackl, Kronen Zeitung

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