Mi, 22. November 2017

Drama in Stams

18.03.2017 15:35

Nach Todes-Explosion: Trauer um Reinhard und Rene

Wie konnte es zu diesem Unglück kommen? Am Samstag, am Tag nach der tödlichen Explosion in einer Stamser Abschleppfirma, fand die Polizei erste Antworten darauf. Eine Mischung aus Schweißarbeiten und zu hohem Reifendruck führte offenbar zum Drama. Die Heimatorte der beiden Opfer, Oberhofen und Mieming stehen unter Schock!

Zwei Menschenleben, einfach so ausgelöscht, von einem Moment zum anderen. Das Todes-Drama um Firmenchef Reinhard Feuchter (49) und dessen jungen Angestellten Rene F. (21) schockiert! Wie berichtet, waren die beiden Freitag gegen 15.40 Uhr in der Werkstatt mit Schweißarbeiten an einem Lkw-Reifen beschäftigt, als es plötzlich zur heftigen Explosion kam. Laut Polizei wurden die Männer dabei von einer Stahlfelge getroffen - sie dürften auf der Stelle tot gewesen sein. Außerdem wurden durch die Explosionswucht ganze Tore und weitere Fahrzeuge zum Teil schwer beschädigt.

Ursache war laut Ermittlungsergebnissen offenbar ein extremer Überdruck im Lkw-Reifen, der von den Arbeitern mit Luft befüllt wurde, um eine undichte Stelle an der Felge zu finden.

Schock in Oberhofen und Mieming

Tiefe Trauer herrscht indes in den Heimatgemeinden der beiden Opfer. Rene F. wohnte lange Zeit in Oberhofen und war dort auch stets beliebt. "Rene war ein rühriger, junger Bursch. Er war tief im Vereinsleben verankert, war bei der Feuerwehr und bei der Landjugend aktiv", schildert BM Peter Daum der "Krone". Und: Rene war offenbar ein richtiger Abenteurer. "Erst im vergangenen Jahr wagte er einen Bungee-Sprung von der Europabrücke", erzählt der Gemeindechef weiter.

Fassungslos ist man auch Mieming, wo der der dreifache Familienvater Reinhard Feuchter bis zuletzt wohnte. "Die Betroffenheit im Ort ist riesig. Reinhard war zwar im öffentlichen Leben nicht so sehr verankert, dafür steckte er sein Herzblut in seine Familie, seine Firma und seine Landwirtschaft", erklärt ein hörbar schockierter Bürgermeister Franz Dengg.

Hubert Rauth, Kronen Zeitung

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