Fr, 15. Dezember 2017

Onlinepetition

16.03.2017 16:35

Steirer wollen die Rettung retten

"Retten wir die Rettung!" Diesem Aufruf in sozialen Medien sind bereits mehr als 18.000 Menschen gefolgt und haben eine entsprechende Petition unterzeichnet. Denn beim steirischen Roten Kreuz befürchtet man, aufgrund einer neuen EU-Richtlinie von gewinnorientierten Firmen verdrängt zu werden. Die Politik will helfen.

Wenn die Rettung selbst einmal Hilfe braucht, dann ist auf ihre Unterstützer Verlass. In sozialen Medien wie Facebook wird die Petition gegen eine neue EU-Richtlinie zur Vergabe öffentlicher Aufträge derzeit zum Renner, tausendfach geteilt. Schließlich befürchtet man beim steirischen Roten Kreuz, damit von privaten, gewinnorientierten Organisationen vom Markt verdrängt zu werden: "Wir betreuen flächendeckend die gesamte Steiermark, und das rund um die Uhr. Für kommerzielle Anbieter sind aber immer nur Ballungszentren lukrativ und interessant", erklärt Rotkreuz-Präsident Werner Weinhofer der "Krone". Würde das Rettungssystem künftig für kommerzielle Anbieter geöffnet, könne es zu Versorgungsengpässen in entlegenen Gebieten kommen.

Bei der Landespolitik schrillen ebenfalls die Alarmglocken. Landeshauptmann-Vize Michael Schickhofer, zuständig für unsere Einsatzorganisationen, deponiert, dass das Rettungsverbundsystem "so bleiben muss, wie es ist": "Denn das funktioniert und gibt Sicherheit. Ich erwarte mir von der EU, dass unsere Rettungsorganisationen in Ruhe gelassen werden. Dafür setze ich mich ein, und darauf werde ich auch sehr genau schauen!"

Gerald Schwaiger, Kronen Zeitung

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