Di, 21. November 2017

Sportler „brav“

11.03.2017 16:51

Lawinen: Warnungen der Experten wurden erhört

Die eindringlichen Warnungen haben offenbar gefruchtet: Trotz hoher Lawinengefahr kam es bis Samstag Abend in Tirol zu keinen Vorfällen mit Verschütteten. Positiv: Viele Wintersportler melden, wenn sie Schneebretter auslösen und diese glimpflich verlaufen. Damit werden viele unnötige Suchaktionen vermieden.

Die Einsatzkräfte hatten für gestern Schlimmes befürchtet. Der Tag bereite ihm "Kopfzerbrechen" hatte Rudi Mair vom Lawinenwarndienst angesichts der brisanten Gefahrenlage und des Schönwetters im Vorfeld gemeint. Rund 4200 Bergretter in 92 Ortsstellen sowie drei Bundesheer-Hubschrauber (eine Alouette III, eine Agusta Bell 212 und ein S-70 Black Hawk) standen tirolweit bereit.

Relative Ruhe in der Leitstelle Tirol

Letztlich blieb der Tag ziemlich ruhig: "Wir hatten zwar einige unklare Meldungen über Lawinen, bei Überflügen stellte sich aber alles als harmlos heraus", hieß es von der Leitstelle Tirol. Schauplätze waren beispielsweise die Kübelwände im Imster Muttekopfgebiet oder das Kühtai.

Vorbildliche Meldung über Lawinen

Auffallend: Immer mehr Variantenfahrer und Skitourengeher melden es (bei der Leitstelle), wenn sie ein Schneebrett losgetreten haben oder eine Lawine ohne Verschüttete beobachteten. Damit werden unnötige und gefährliche Suchaktionen vermieden.

Glück oder Disziplin?

Waren die Wintersportler wirklich so diszipliniert oder war oft Glück dabei? Kitzbühels Bergbahn-Chef Josef Burger lobt: "Ich war bei uns am Horn, ein bekannter Tiefschneeberg. Das gefährliche Gelände blieb weitgehend unberührt."

Leichte Entspannung

Der Lawinenwarndienst Tirol spricht ab 2000 Metern vom "oberen Bereich der Gefahrenstufe 3". Gefährlich ist nach wie vor der Triebschnee in steilen und schattigen Hängen. "Die Gefahr der Selbstauslösung großer Lawinen hat leicht abgenommen. Viele Lawinenstriche sind schon entladen", so die Experten.

Andreas Moser, Kronen Zeitung

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