Mi, 17. Jänner 2018

16-km-Arbeitsweg

04.03.2017 07:43

Immer zu Fuß: Kollegen schenken 19-Jährigem Auto

Jeden Morgen lief Derrick Taylor an die 16 Kilometer zu Fuß zur Arbeit und am Abend wieder zurück. Als Packer beim Paketdienst UPS konnte sich der 19-jährige US-Teenager kein eigenes Auto leisten, weil er jeden Cent zur Unterstützung seiner kranken Mutter braucht, und eine Busverbindung gibt es nicht. Jetzt überraschten ihn seine Kollegen mit einem gebrauchten Jeep. Das rührende Video der Geschenkübergabe (siehe oben) ist ein Hit im Internet.

Seit eineinhalb Jahren arbeitet der 19-Jährige bei dem UPS-Zentrum in in Oxford im US-Bundesstaat Alabama und be- und entlädt dort die Trucks der Fahrer für rund zwölf Dollar die Stunde. Sein Arbeitstag beginnt früh - um vier Uhr morgens -, sein Weg dorthin noch viel früher, denn Taylor legte ihn bisher stets zu Fuß zurück. Mitten in der Nacht brach er auf, und am Ende seines Arbeitstages ging er wieder zu Fuß nach Hause. Busverbindung gibt es keine - und für ein Auto fehlte ihm das Geld, da er mit seinem Lohn seine kranke Mutter unterstützt.

Dabei habe er sich kein einziges Mal bei ihnen über sein hartes Leben beschwert, erzählen die Kollegen des tüchtigen Teenagers, der seit seinem 14. Lebensjahr arbeitet. Geld seiner Geschwister habe er ebenso stets abgelehnt wie die Angebote seiner Kollegen, ihn zu fahren. Weil Taylor aber einen Führerschein besitzt, wollten ihn seine Kollegen eben anders für seinen unermüdlichen Einsatz belohnen - und legten für einen alten Jeep Cherokee zusammen.

Vor Kurzem überreichten sie Taylor das großzügige Geschenk. 1100 Dollar hatten sie für den schwarzen Wagen ausgegeben, der dem 19-Jährigen das Leben künftig etwas erleichtern soll. Taylor war zu Tränen gerührt, als sein Ausbildner alle zusammenrief und sagte: "Die Gruppe hier, sie hat gute Nachrichten für dich: Du musst nicht mehr zu Fuß zur Arbeit gehen, du hast jetzt dein eigenes Auto. Du sollst wissen, dass wir deine harte Arbeit zu schätzen wissen", so James Williams.

Der "Daily Mail" sagte der 19-Jährige: "Ich war überwältigt. Niemand hat so etwas je für mich getan, deshalb sind mir die Tränen gekommen - und ich bin normalerweise nicht der Typ, der seine Gefühle zeigt." Seine Mutter habe auch geweint, als er ihr das Auto gezeigt und von seinen tollen Kollegen erzählt habe.

"Ich will niemandem zur Last fallen"
Warum er Hilfe bisher immer abgelehnt hat? "Ich will niemandem zur Last fallen", so der tüchtige Teenager. Zwar habe er sich manchmal von einem Kollegen ein Stück mitnehmen lassen, aber jemanden zu fragen, ob er ihn fahren könne, das sei nicht infrage gekommen.

Taylor hat noch große Pläne: Zunächst will er zum Fahrer aufsteigen und von dem Lohn Geld auf die Seite legen, um eines Tages vielleicht aufs College gehen zu können.

Heike Reinthaller-Rindler
Chefin vom Dienst
Heike Reinthaller-Rindler
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