Di, 21. November 2017

Zusammenstoß

27.02.2017 16:31

Geisterfahrt auf Westautobahn

Geisterfahrt auf der Westautobahn: Eine 44-jährige Frau aus dem Bezirk Vöcklabruck fuhr mit ihrem roten Auto am Sonntagabend auf die Westautobahn in Eugendorf in Fahrtrichtung Salzburg auf. Allerdings lenkte sie den Wagen in die entgegengesetzte Fahrtrichtung, Sie prallte mit dem Pkw eines Ungarn zusammen.

Die Oberösterreicherin dürfte sich bei der Auffahrt auf die Westautobahn verirrt haben. Schließlich lenkte sie ihren älteren knallroten Polo gegen 22.35 Uhr in Richtung Mondsee, allerdings auf der Fahrbahn nach Salzburg. Weit kam die Lenkerin nicht, nach kurzer Fahrt kam ihr ein Wagen, gelenkt von einem 41-jährigen Ungarn, entgegen. Dieser versuchte der Geisterfahrerin noch auszuweichen, doch bei einer Geschwindigkeit von etwa 100 km/h ging das nicht mehr.

Es kam zum Frontalzusammenstoß. Die Oberösterreicherin wurde ebenso verletzt wie die Frau (42) des Ungarn und deren mitgefahrene Tochter (9). Das Rote Kreuz brachte die Unfallopfer ins Landeskrankenhaus. Dort wurde der Geisterfahrerin auch Blut abgenommen. Ob sie alkoholisiert war, ist noch unklar. Die Unfallstelle war bis kurz vor Mitternacht gesperrt. Die Feuerwehren aus Thalgau, Löschzug Thalgau-Unterdorf und Mondsee halfen mit 40 Mann bei der Bergung der beiden total beschädigten Autos.

Mehrere Ursachen für die Irrfahrten
Die Hauptursachen für Geisterfahrten sind Alkoholisierung, Überforderung, aber auch absichtliches Wenden oder Zurückschieben. Letzteres oft auch deshalb, weil eine Ausfahrt verpasst oder etwas in der Autobahnraststätte vergessen wurde. Gibt es eine Geisterfahrer-Warnung über den Verkehrsfunk sollte man laut dem ÖAMTC nicht überholen, möglichst ruhig bleiben und das Tempo reduzieren. Wenn möglich soll man einen Parkplatz ansteuern und dort warten, bis wieder entwarnt wird. Ganz wichtig: Keinesfalls sollte man versuchen selbst einen Geisterfahrer zu stoppen und sich damit in Gefahr zu bringen. Das gehört in jedem Fall der Polizei überlassen. Diese ist in den meisten Fällen bereits alarmiert.

Manuela Kappes, Kronen Zeitung

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