Mi, 25. April 2018

300 Schuss Munition

23.10.2006 10:29

Zillertaler Waffennarr hatte Arsenal im Keller

Bewaffnet und betrunken marschierte Samstagmorgen ein Zillertaler (29) in ein Tabledance-Lokal in Aschau (Tirol). Nachdem er dort mit seiner Pistole geprotzt hatte, alarmierte die Kellnerin die Polizei. Die Beamten entdeckten bei einer Hausdurchsuchung im Keller ein Waffenlager mit fünf Gewehren und 300 Schuss Munition. Eigentlich hätte der Mann nicht einmal ein Messer haben dürfen!

"Der Mann war seit 1998 mit einem Waffenverbot belegt", informiert Woflgang Löderle von der Bezirkshauptmannschaft Schwaz. Doch das hat ihn offensichtlich nicht davon abgehalten, sich bis an die Zähne zu bewaffnen.

In seinem Keller entdeckte die Polizei bei einer gerichtlich angeordneten Hausdurchsuchung neben Messern fünf Langwaffen (Karabiner), Schwarzpulver, Waffenteile und 300 Schuss Munition. Auch ein schnell zerlegbares Gewehr war darunter. Diese sind gesetzlich verboten. "Im Haus hatte der Mann auch eine kleine Werkstätte eingerichtet, in der er die Waffen renoviert, repariert beziehungsweise umgebaut hat", berichtet Hubert Stock, Kommandant-Stellvertreter bei der Polizeiinspektion Ried.

Nach Krach in Tabledance-Lokal verhaftet
Aufgeflogen ist das Ganze, weil der Zillertaler Samstagmorgen in einem Tabledance-Lokal ausrastete, betrunken mit einer Pistole herumfuchtelte und im WC randalierte. Dem Türsteher gelang es, ihm die Waffe abzunehmen. Als der Waffennarr das Lokal verließ, lief er geradewegs der Polizei in die Arme. Diese hatte jedoch Mühe, ihn zu bändigen. Der amtsbekannte Zillertaler wurde vorläufig verhaftet. Er war aber so betrunken, dass ihn die Rettung ins Krankenhaus Schwaz brachte. Dort verweigerte er jegliche ärztliche Behandlung.

In der Zwischenzeit hatte sich die Polizei einen Durchsuchungsbefehl besorgt. Der Mann wird sich wegen Vergehen nach dem Waffengesetz, gefährlicher Drohung und Sachbeschädigung verantworten müssen.

Von Philipp Neuner; Symbolbild

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