Fr, 24. November 2017

Bieriges Obertrum

06.02.2017 11:21

Kreativität für eigene Bier-Spezialität

Vom Bier-Sommelier bis zur Eigenmarke: Im schicken Bierkulturhaus in Obertrum kann sich jeder sein eigenes Gebräu "mixen". Theoretisch ist alles erlaubt - von Chilli bis Zimt und darüber hinaus.

Axel Kiesbye ist ein Bier-Pionier. Mehr als 15 Jahre war der diplomierte Brau-Ingenieur Braumeister der Trumer-Brauerei in Obertrum. Sein liebevoller Spitzname: "Bieraculix" - auch, weil er bereits vor vielen Jahren kreative Biere mit ausgefallenen Zutaten zauberte. Von "Craft Bieren", wie sie heute genannt werden, war da noch keine Rede.

Inzwischen ist das Bierkulturhausin Obertrum, vormals die Versuchsbrauerei im Keller des Braugasthofes, eine fixe Institution. Knapp 100 Seminare im Jahr, mehr als 1000 Teilnehmer. "Schon damals haben wir hier eigene Biere gebraut. Die Dämpfe stiegen aus dem Keller ins Freie, deshalb haben die Leute gefragt was wir hier machen", erinnert sich Kiesbye. "Aus einer Eigendynamik haben sich dann die Braukurse entwickelt". Dass derzeit eine regelrechte "Selbstbrau"-Welle durchs Land schwappt, hat die Nachfrage noch einmal potenziert. Neuer Leiter vom Bierkulturhaus ist Oliver Klamminger (32). Die Biervielfalt entdecken, das war die Intention des gebürtigen Oststeirers, "dort war die Auswahl oft stark limitiert."

Klamminger erklärt kompletten Brau-Vorgang
Heute führt er selbst durch die meisten Braukurse und erklärt dabei nicht nur das Bierkulturhaus als Einrichtung, sondern auch den kompletten Brau-Vorgang. Angefangen von den Zutaten (aus der urigen Malzschublade wählen die Teilnehmer zunächst die spezielle Malzsorte - von Karamell bis zum speckig anmutenden Rauchmalz). Gemaischt wird dann selber, bis zur Verkostung der so genannten Vorderwürze ("Eine süße Flüssigkeit, pure Energie"). Bis zur Auswahl von Hopfen und Hefetyp. Jeder Teilnehmer hat beim Brauvorgang seine eigene Rolle, ob Braumeister oder Hygieneverantwortlicher. Auch eigene Etiketten können dazu entworfen werden. Aufs eigene Bier muss man dann allerdings warten: Drei Wochen dauert es, bis das Gebräu fertig ist und in Flaschen abgefüllt werden kann. Bis dahin können aber Dutzende andere Biersorten verkostet werden.

Max Grill, Kronen Zeitung

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