So, 19. November 2017

Nach Demo in Linz:

05.02.2017 17:37

Auto von FPÖ-Politiker Haimbuchner attackiert

Nach dem Ende der friedlichen Demonstration des Bündnisses "Linz gegen rechts" gegen den Burschenbundball haben Samstagabend mehrere Angehörige des "Schwarzen Blocks" der Polizei doch noch Arbeit beschert. Eine Limousine, die auf dem Weg zur Ballveranstaltung war, wurde angegriffen. In dem Fahrzeug saß niemand Geringerer als Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner von der FPÖ. Sieben Personen wurden vorübergehend festgenommen, berichtete die Polizei am Sonntag.

Entsprechende Gerüchte hatten sich Sonntagnachmittag bestätigt. "Es wurde mit voller Wucht gegen die Scheibe geschlagen und auf das Auto getreten", beschrieb Haimbuchner den Angriff. Der Politiker hielt den Zwischenfall mit Handyfotos fest.

Haimbuchner saß mit seiner Frau im Wagen. Die vermummten Demonstranten waren ihm als "komische Figuren" bereits aufgefallen, weil sie den Wagen beobachtet hätten. Als der Chauffeur die Limousine wegen des starken Verkehrs in der Dametzstraße anhalten musste, schlug einer aus der Gruppe mit Füßen und Fäusten auf den Wagen ein. "Ich bin nicht zartbesaitet, aber ich fühlte mich bedroht", so Haimbuchner. Als der Angreifer gemerkt habe, dass ihn der Politiker mit dem Handy fotografierte, sei er davon gelaufen.

Anzeigen wegen schwerer Sachbeschädigung
Der Mann flüchtete mit sechs Begleitern. Die Gruppe wurde wenig später aber vor einem Lokal an der Landstraße von der Polizei erwischt. Die sechs Deutschen und ein Österreicher wurden wegen schwerer Sachbeschädigung angezeigt. Bei drei anderen Demonstrationsteilnehmern, ebenfalls deutsche Staatsbürger, wurde wegen Übertretungen nach dem Pyrotechnikgesetz eine Identitätsfeststellung durchgeführt.

Polizeiintern hatte anfangs noch Verwirrung um den Vorfall geherrscht. Zunächst wurde gegenüber die Attacke auf das Dienstfahrzeug bestätigt, später kam jedoch ein offizielles Dementi. Am Sonntagnachmittag erklärte Haimbuchner selbst, es habe sich um seinen Wagen gehandelt.

 krone.at
Redaktion
krone.at
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden