Di, 21. November 2017

Weltcup in Gastein

07.01.2017 18:34

Wir sind Snowboard!

Franz Weiss ist in Bad Gastein Mr. Snowboard. Am 10. und 11. Jänner begrüßt er die Weltcup-Elite, inklusive der Lokal-Helden Claudia Riegler und Andreas Prommegger.

"Krone": Herr Weiss, heuer finden die Weltcup-Rennen am Dienstag und Mittwoch auf der Buchebenwiese statt. Warum das?
Weiss: Es ging uns um die Fernsehübertragung. Der ORF wird am Dienstagabend zwischen den Slalomdurchgängen in Flachau das Finale vom Parallelslalom bringen. Wir hoffen dadurch auf gute Quoten und Aufmerksamkeit. Aber auch am Mittwoch wird live übertragen.

"Krone": Muss man den Snowboardsport im "Sandwich" mit den Alpinen präsentieren, um Beachtung zu finden?
Weiss: Es scheint so. Er hat sich vom Breiten- zum Eventsport entwickelt. Bei der FIS ist er ein Stiefkind und ein wenig auch beim ÖSV, da will ich mich nicht zu weit hinaus lehnen. Dabei sind das alles Spitzenathleten, die sich die Erfolge hart erarbeiten müssen.

"Krone": Stiefkind, auch finanziell?
Weiss: Ja, schon. Man muss bedenken, dass wir seit 17 Jahren jährlich Weltcuprennen haben, das kostet pro Jahr zirka 220.000 Euro. 120.000 davon kommen von Gastein, der restliche Betrag von Sponsoren. Früher war das anders, da zahlte die FIS mit, es gab Titelsponsoren.

"Krone": Trotzdem, oder gerade deshalb ist das Sport-Spektakel bei Flutlicht den Gasteinern viel wert?
Weiss: Auf jeden Fall. 1968 fand bei uns das erste FIS Weltcuprennen auf Salzburger Boden statt. Weltcup, der hat bei uns einfach Tradition.

"Krone": Und es ist alles bereit für spannende, direkte Duelle?
Weiss: Alles bereit. Die Kontrolle haben wir bestanden, 50 Zentimeter Kunstschneeauflage sind perfekt. 100 Scheinwerfer und 200.000 Watt machen die Nacht zum Tag.

"Krone": Darf man als Veranstalter zu den beiden Lokalmatadoren halten?
Weiss: Selbstverständlich! Der ÖSV hat ja schon bei uns trainiert und mir wäre nichts lieber als zwei Salzburger Sieger, sprich Claudia Riegler und Andi Prommegger.

Melanie Hutter

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