Sa, 18. November 2017

Fatale Minuten

20.12.2016 09:27

Terror in Berlin: Chronologie des Horror-Anschlags

20 Uhr, mitten in Berlin. Der Weihnachtsmarkt am zentralen Breitscheidplatz ist gut besucht. Viele gönnen sich ihren Feierabend-Punsch, genießen die Zeit mit Freunden. Dann passiert das Unfassbare: Ein Lkw rast mitten in die Menge, mäht Menschen und Punschhütten um, reißt ein Dutzend Besucher in den Tod und verletzt rund 50 weitere. Die Chronologie des Horror-Anschlags.

Am Weihnachtsmarkt vor der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche herrscht Montagabend Hochbetrieb, meldet die deutsche Zeitung "Die Welt".

Um 20 Uhr nimmt das Drama seinen Lauf. Ein mit Metallträgern beladener Laster aus Polen rast auf der Kantstraße in Richtung Budapester Straße, mitten ins Herz von Berlin. Hier eine Karte des Tatortes:

20 Uhr: Fahrer rast 80 Meter durch die Menge
Doch der Fahrer biegt dort, wo die Kantstraße normalerweise eine Linkskurve vorbei an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche macht, nicht ab. Er rast geradeaus weiter, fährt um kurz nach 20 Uhr auf den Gehweg.

Eine Absperrung, die Schlimmeres verhindert hätte, gibt es der Zeitung zufolge nicht. Und so fährt der Lastwagen ungehindert durch eine Gasse inmitten der Punschhütten.

80 Meter weit rollt der Laster durch die Menge, bevor er in eine Punschhütte kracht und stehen bleibt. 80 Meter, auf denen er eine Schneise durch die Feiernden zieht, zwölf Menschen tötet und rund 50 weitere teils schwerst verletzt.

In der Windschutzscheibe des Lasters stecken Holzstücke und Tannenzweige, als er zum Stehen kommt. Ein Mann springt aus dem Todes-Lkw und flüchtet, ein Toter bleibt im Führerhaus zurück.

Um 20.07 Uhr kommen die ersten Notrufe
Um 20.07 Uhr gehen bei der Berliner Feuerwehr die ersten Notrufe ein. In den sozialen Netzwerken tauchen erste Fotos und Videos von dem mutmaßlichen Terroranschlag auf.

Die Polizei sperrt den Breitscheidplatz großräumig ab, startet die Großfahndung nach dem Flüchtigen - und schnappt ihn dank der Hilfe eines Passanten, der dem Mann nachläuft und die Polizei am Telefon über seinen Aufenthaltsort informiert.

Der Verdächtige - er soll den Todes-Lkw von dem polnischen Fahrer gestohlen und zum Tatzeitpunkt gelenkt haben - soll aus Pakistan stammen und im Februar als Flüchtling über Österreich nach Deutschland eingereist sein.

Auf Twitter wird wenig später eine Nachricht von einem erst am Montag erstellten Konto entdeckt. Sie lautet: "Ich werde Terror in den Herzen jener verbreiten, die nicht glauben, und ihre Köpfe abschneiden. Koran 8:12. Der Berliner Weihnachtsanschlag ist Islam."

 krone.at
Redaktion
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