Sa, 16. Dezember 2017

Farage-Mitstreiter:

07.12.2016 08:31

"Für Sieg Hofers zu wenig Vergewaltigungen"

Während die FPÖ die Öxit-Vorfreude von Nigel Farage für die Niederlage Norbert Hofers bei der Bundespräsidentenwahl verantwortlich macht, hat ein Mitstreiter des Brexit-Wortführers eine ganz andere Erklärung: Hofer habe verloren, weil die Österreicher "noch nicht genug Vergewaltigungen und Morde erlitten haben", twitterte UKIP-Finanzier Arron Banks in Anspielung auf Straftaten durch Migranten.

Banks reagierte auf die süffisante Bemerkung eines britischen Journalisten, wonach die am Freitag von Farage geäußerte Prognose eines Hofer-Sieges "einer Überprüfung nicht standgehalten hat". "Man kann nicht immer recht behalten", entgegnete Banks. "Ich nehme an, dass sie noch nicht genug Vergewaltigungen und Morde erlitten haben", lieferte er eine Erklärung für die Niederlage Hofers nach.

Banks: "EU hat den Österreichern keine Wahl gelassen"
In weiteren Tweets wies Banks darauf hin, dass fast die Hälfte der Österreicher Hofer gewählt habe. Als "fortschrittlicher EU-Liebhaber" könne man doch nicht begeistert sein, "dass die Österreicher einen extrem Rechten (Beinahe-Faschisten) gerade noch nicht gewählt haben". Die EU habe den Österreichern "keine Wahl" gelassen und bewirkt, "dass 50 Prozent der Österreicher so wütend sind und sich die andere Hälfte in die Tasche lügt".

Zugleich versicherte Banks, kein Anhänger rechtsextremer Parteien zu sein. Ein Twitter-Nutzer hatte den UKIP-Mentor nämlich als "Ekelpaket" bezeichnet, das "enttäuscht" sei, "dass die Nazis in Österreich nicht gewonnen haben".

Dagegen ging Banks nicht auf die Rolle von Farage in der Schlussphase des Bundespräsidentschaftswahlkampfs ein. Der Ex-UKIP-Chef hatte am Freitag gesagt, dass Hofer ein EU-Austrittsreferendum in Österreich verlangen werde. Viele Beobachter und auch die FPÖ selbst werteten die am Vortag der Wahl in Österreich bekannt gewordene Aussage als mitentscheidend für die Niederlage Hofers. Britische Twitter-Nutzer kommentierten dies mit Häme. "Das passiert, wenn man sich in die Politik von anderen einmischt, Nigel", lautete ein Kommentar. Vom Brexit-Wortführer selbst ist bisher keine Reaktion auf den Wahlausgang in Österreich überliefert.

 krone.at
Redaktion
krone.at
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden