Fr, 23. Februar 2018

Ansuchen geprüft

07.12.2016 05:58

Innsbruck kämpft gegen Sozialmissbrauch

22 Millionen Euro werden in Tirol jährlich an Mietzinsbeihilfe ausgeschüttet. Doch kontrolliert, ob alles mit rechten Dingen zugeht, wurde bislang wenig oder gar nicht. Innsbruck hat das im Juli geändert - und sich seitdem rund 180.000 Euro erspart. Das Pilotprojekt zur Prüfung von Sozialmissbrauch geht in die Verlängerung.

10.343 Anträge auf Mietzinsbeihilfe wurden bis dato in Innsbruck gestellt. Das Budget dafür allein in der Landeshauptstadt beträgt 6,6 Millionen Euro, weitere 15,4 Millionen zahlt das Land. Das Plus gegenüber dem Vorjahr beträgt 4%.

Im Juli regelte die Stadt die Mietzinsbeihilfe neu und führte eine dreijährige Anwartsfrist ein, das heißt, nun konnte nicht mehr jeder ab dem ersten Tag in Innsbruck um Beihilfe ansuchen. Gleichzeitig begann die Stadt genauer hinzuschauen: Ist die Höhe der Beihilfe gerechtfertigt? Wird sie zurecht ausbezahlt?

Bei Studenten wurden auch die Einkommensverhältnisse der Eltern überprüft. Und da erlebte die Stadt so manche Überraschung. "270 Anträge wurden stichprobenartig geprüft. Im EndergebnisPHILIPP NEUNERbrachte das Pilotprojekt zur Prüfung von Sozialmissbrauch Einsparungen von 180.000 Euro", bilanziert Wohnungs-Stadtrat Andreas Wanker (ÖVP). Wie hoch das Einsparungspotenzial bei 10.000 Anträgen ist, kann man nur vermuten. "Soziale Gerechtigkeit ist mir wichtig. Derzeit erfolgt die Förderung mit der Gießkanne", kritisiert Wanker.

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