Di, 21. November 2017

Prozess eingestellt

26.11.2016 11:09

Asyl trotz gefälschtem Reisepass: 50 Euro Bußgeld

Trotz eines gefälschten Passes und mehrerer unterschiedlicher Geburtsdaten erhielt ein junger Somalier in Österreich Asyl. Vor Gericht in Eisenstadt präsentierte sich der angehende Elektrotechniker nun - wenig glaubwürdig - als völlig ahnungslos und ohne Bildung. Daher habe er nicht gewusst, dass das Dokument ungültig war ...

Adrett gekleidet, gepflegt, freundliches korrektes Auftreten: So zeigte sich der etwas mehr als 20 Jahre alte Somalier, der als anerkannter Asylwerber eine Ausbildung zum Elektrotechniker macht, vor Gericht.

2011 war er mit einem falschen belgischen Pass nach Österreich eingereist und bei einer Kontrolle aufgeflogen. "Wenn Sie Verantwortung für Ihr Handeln übernehmen, wäre auch eine Diversion denkbar", belehrte ihn Richterin Birgit Falb: "Dann wären Sie nicht vorbestraft."

"Pass von einem Sudanesen in Griechenland gekauft"
Doch von Schuldeinsicht war bei Sadam O. - der auch unterschiedliche Geburtsdaten angegeben hatte - nichts zu merken. "Ich habe den Reisepass um 50 Euro von einem Sudanesen in einem Café in Griechenland gekauft. Ich dachte, mit dem Dokument sei alles in Ordnung", rechtfertigte sich der Beschuldigte.

Zum Schluss kam er doch noch mit einer Verfahrenseinstellung gegen 50 Euro Buße davon. Ausschlaggebend seien die gute soziale Integration und das jugendliche Alter des Beschuldigten gewesen.

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