So, 19. November 2017

Was Wien ändern soll

21.11.2016 16:32

krone.tv fragte nach: „Stadt ist gottlos geworden“

Ob Mindestsicherung, Gewerbegesetze oder Flüchtlingspolitik: Österreich und Wien stehen vor großen Veränderungen. Sind Wiener und Wienerinnen mit der derzeitigen wirtschaftspolitischen Situation zufrieden oder sollte sich ihrer Meinung nach etwas ändern? krone.tv hat sich umgehört.

Im alljährlichen Mercer-Ranking der lebenswertesten Städte der Welt landete Wien in den letzten Jahren stets auf Platz 1. Anlässlich der aktuellen politischen Situation und der bevorstehenden Bundespräsidentenwahlen am 4. Dezember 2016 hat krone.tv Passanten befragt (Video oben), ob Wien tatsächlich so lebenswert ist und was sie an der Politik ändern würden.

"Ich habe zwar nicht mehr lang Zeit, aber ich hoffe für unseren Nachwuchs, dass es sich bessert." So erzählt ein älterer Passant im Interview, dass er jedes Mal aufs Neue verwundert sei, wenn er im 10. Wiener Bezirk spazieren gehe. "Nirgends hört man ein Wort Deutsch", so der Befragte. Sonderlich stören würde ihn das zwar nicht, aber er wünsche sich für seinen Nachwuchs und die Enkel, "dass sich die Situation in Zukunft bessert".

"Das, was ich mir wünschen würde, darf ich nicht offiziell sagen, sonst hätte ich große Probleme." Für eine weitere Befragte muss ihn Wien schnellstens etwas geändert werden - was genau, möchte sie nicht näher ausführen. Dennoch würde sie in der Flüchtlingspolitik auf strengere Maßnahmen setzen. Ihrer Meinung nach sollte man auch "viel strenger damit sein, dass die Leute aufpassen sollen, dass sie nicht belogen und gehirngewaschen werden".

"Die Stadt ist gottlos geworden", so ein älterer Pensionist. Er bedauert, dass Wiens Geschichte und Kultur verloren gehe. Im Radio spiele man keine Wiener Lieder mehr. Auch die aktuelle Situation für Pensionisten sei nicht einfach. Auf die Frage, woran das liege, antwortet er: "Erstens einmal haben wir saublöde Politiker. Ein Politiker kann lenken und steuern und dazu sind sie in den letzten 40 Jahren schon nicht mehr imstande."

Im Gespräch mit einem weiteren Befragten wird schnell klar, was er ändern wüde: "Es gehören die Politiker ausgetauscht, die an der Spitze sind."

Ob dieser Schritt der richtige ist, bleibt offen. Wien, wie jede andere Stadt auch, "ist ein laufendes Projekt, und es gibt immer etwas zu ändern", so ein anderer Passant. In der Hinsicht sei auch immer Raum für Verbesserungen da. Ob gewisse Änderungen im Interesse der Gesellschaft passieren, bleibt für den Befragten aber abzuwarten.

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