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16.11.2016 12:03

Rowlings magische Welt: "Phantastische Tierwesen"

Man merkt gar nicht, wie sehr man die magische Welt aus der Feder J.K. Rowlings vermisst hat, bis man wieder in sie eintaucht. Mit "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" (Kinostart: 17. November) gibt die britische Autorin ihr Drehbuchdebüt und fügt ihrem "Harry Potter"-Kosmos ein so unterhaltsames wie düsteres Kapitel hinzu.

"Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" ist rund 70 Jahre vor Rowlings 1997 erschienenem ersten Buch um den Zauberlehrling Harry Potter angesiedelt und basiert auf dem gleichnamigen Sachbuch, das dieser in der Hogwarts-Schule für Zauberei und Hexerei liest. Der fiktive Autor Newt Scamander, gespielt von Oscarpreisträger Eddie Redmayne ("Die Entdeckung der Unendlichkeit"), führt eine neue Riege an Charakteren mit magischen Kräften an, die uns im ersten von fünf geplanten Filmen begegnen. Dass sich das alles so vertraut anfühlt, ist neben Rowling auch Regisseur David Yates zu verdanken, der schon die letzten vier Potter-Blockbuster inszenierte.

Im New York der 20er-Jahre, zur Ära der Prohibition, herrschen ökonomische Ungleichheit und Furcht vor dem Unbekannten, weshalb die magische Gemeinschaft gezwungen ist, im Verborgenen zu leben. Als sich eine geheimnisvolle, finstere Macht in der Stadt ausbreitet und Spuren der Verwüstung hinterlässt, fürchten die Zauberer und Hexen, offenbart zu werden.

Indes sehnt eine sektenähnliche, (noch) belächelte Gruppe um Mary Lou Barebone (Samanatha Morton) neuerliche Hexenprozesse herbei und ist der dunkle Zauberer Gellert Grindelwald untergetaucht, nachdem er in Europa Angst und Schrecken verbreitet hat. Als der britische Magizoologe Newt Scamander im Jahr 1926 auf Ellis Island vor New York ankommt, ahnt er nicht, wie angespannt die Stimmung zwischen Zauberern und No-Majs (amerikanisch für Muggels, also Nicht-Magier) ist. Auf seiner Weltreise hat er soeben seltene magische Kreaturen ausfindig gemacht, die er erforschen und beschützen will.

Einige von ihnen trägt er in seinem unscheinbaren Lederkoffer, einem Refugium von ungeahnter Dimension, mit sich. Als der Koffer durch einen Zusammenstoß in die Hände des gutmütigen No-Maj Jacob Kowalski (Dan Fogler) gerät, entweichen einzelne Geschöpfe und sorgen schon bald für Chaos in der Metropole.

Zeugin von alldem wird die Hexe Porpentina "Tina" Goldstein (Katherine Waterston), die einen Verstoß gegen das Geheimhaltungsstatut erkennt und Newt dem magischen Kongress MACUSA vorführt. Doch der zwielichtige Direktor für magische Sicherheit, Percival Graves (Colin Farrell), nimmt nicht nur Newt, sondern auch Tina ins Visier. Also ziehen die zwei Flüchtigen gemeinsam mit Jacob sowie Tinas Gedanken lesender Schwester Queenie (Alison Sudol) los, um die entwischten Fabelwesen wieder einzufangen, ehe ihnen etwas passiert - und sehen sich schon bald einer Gefahr gegenüber, die No-Maj und Magier gleichermaßen bedroht...

Das sagt "Krone"-Kinoexpertin Christina Krisch zum Film: Rowling beweist einmal mehr magisches Gespür für skurrile Typen und obskures Getier. Zudem tat Regisseur David Yates mit Eddie Redmayne - Eton-Absolvent, Klassenkamerad von Prinz William, Oscar-Preisträger (für seinen Part als Stephen Hawking) - einen Glücksgriff. Da trifft britisches Understatement auf verschrobene Noblesse und unbedingte Rollen-Passion! Und so quillt aus dem Füllhorn Rowling'scher Fantasie eine zauberhaft unterhaltsame Mär für alle, die das Wundern noch nicht verlernt haben.

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