Mo, 11. Dezember 2017

Konkrete Pläne

16.11.2016 07:35

Favoriten bekommt ab September 2017 Parkpickerl

Mit der Eröffnung der U1-Verlängerung bis Oberlaa im kommenden September wird in Wien-Favoriten das Parkpickerl eingeführt. Nun liegen die konkreten Pläne vor, wo im Bezirk das Abstellen des Autos gebührenpflichtig wird. Laut Unterlagen der MA 46 wird das Pickerl mit Ausnahme der Industriegebiete so gut wie flächendeckend eingeführt.

Vorgesehen ist, die Kurzparkzone im gesamten Wohngebiet mit 3. September 2017 - einen Tag nach dem Start der U1-Verlängerung - einzuführen. Ausgenommen von der Regelung sind einerseits das Grün- bzw. Industrieareal westlich der Triester Straße und andererseits das kleine Gebiet westlich der Himberger Straße zwischen Liesingbach und Bahnlände. Gebührenfrei bleiben ebenfalls die unbebauten Zonen am südlichen und östlichen Rand des Bezirks.

Mit der großflächigen Einführung des Pickerls wolle man Verdrängungseffekte innerhalb Favoritens von Anfang an vermeiden, heißt es im Büro von Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner. Der Druck sei hoch, denn allein in Favoriten seien derzeit rund 64.000 Pkws zugelassen. Kurzparkscheine bzw. den Aufkleber braucht man - wie in den anderen Pickerl-Bezirken außerhalb des Gürtels - von Montag bis Freitag zwischen 9 und 19 Uhr. Die Maximalparkdauer beträgt drei Stunden. Die Anrainer werden am Mittwochnachmittag bei einer Bürgerversammlung der Bezirksvorstehung über alle Pläne informiert. Sie beginnt um 18 Uhr am FH Campus Favoriten.

Parkpickerl für Döbling weiter unklar
Deutlich früher könnte das Parkpickerl in Döbling eingeführt werden. Ob es überhaupt kommt, ist allerdings noch unklar, denn im Bezirk läuft derzeit und noch bis zum 22. November die von Vorsteher Adi Tiller initiierte Bürgerbefragung. Das Ergebnis soll am 28. oder 29. November veröffentlicht werden. Die Parkplatznot in Döbling hatte sich zuletzt verschärft, nachdem das benachbarte Währing mit 5. September das Pickerl eingeführt hatte.

Simmering: "Werden was tun müssen"
Durch die Einführung in Favoriten wird auch die Situation für Simmering nicht entspannter werden. Insofern wird wohl auch dort die Parkgebühr kommen. Vorsteher Paul Stadler will die Bürger dazu noch vor dem Sommer befragen. "Es wird aber keine Ja-/Nein-Frage, sondern wir werden über mehrere Varianten abstimmen lassen." Fix ist: "Wir werden zumindest in bestimmten Gebieten was tun müssen." Rund um die U3-Stationen sei die Lage etwa "eine Katastrophe". Mit einer Einführung rechnet Stadler aber erst 2018.

Parkpickerl auch in Hietzing Thema
Thema ist das Parkpickerl weiterhin auch für die Hietzinger Vorsteherin Silke Kobald. Sie will aber ebenfalls noch die Bürger befragen - und zwar im ersten Quartal 2017. In Hietzing sind die Areale entlang der U4-Trasse oft überparkt. Keine konkreten Überlegungen bezüglich Parkgebühr gibt es weiterhin in den Bezirken Floridsdorf, Donaustadt und Liesing.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden