So, 19. November 2017

Rebellion in Wien

15.11.2016 15:07

Schmid im Klartext: „Große Sorge um die SPÖ“

Ganz klare Worte findet jetzt Gerhard Schmid: "Ich mache mir um den Zustand der SPÖ große Sorgen." Der ehemalige SPÖ-Bundesgeschäftsführer spricht von "Reformstau und Stillstand" bei den Wiener Sozialdemokraten. Gerade jetzt brauche Kanzler Christian Kern aber ein starkes Wien. Zudem drängt, wie berichtet, Ex-Landesparteisekretär Christian Deutsch auf Veränderungen ...

Beim Parteivorstand am 21. November müsse "alles angesprochen" werden, fordert Schmid. "Tabulos" müsse man über Veränderungen bei Stadträten diskutieren. Der ehemalige SPÖ-Bundesgeschäftsführer, der von Georg Niedermühlbichler abgelöst worden war (jüngst bekannt durch seinen CETA-Auftritt im ORF), spricht auch ganz klar von einer "kritischen Situation" innerhalb der Wiener SPÖ, "die nur den Freiheitlichen in die Hände spielt".

Die alten Grabenkämpfe haben demnach einen neuen Höhepunkt erreicht. Schmid weiter: Laut SPÖ-Spitze gebe es aber keine Grabenkämpfe, nur unterschiedliche Meinungen, wie es immer wieder heißt. Vermutlich aber ist es eine Spur komplizierter.

Zahl der Kritiker nimmt massiv zu
Auch Christian Deutsch, Ex-SPÖ-Landesparteisekretär, will Veränderungen: Einer der wichtigsten Punkte sei dabei die Nachfolge des Bürgermeisters, so Deutsch. Auch eine Neubesetzung mehrerer Stadtratsposten könnte eine solche Veränderung sein. Es gehe hier nicht um Einzelpersonen, sondern um eine Kompletterneuerung der Stadtpartei, heißt es aus SPÖ-Kreisen.

Enttäuschung über Wiener Spitalspolitik
Kein Geheimnis ist ja, dass sich die Vertreter der Flächenbezirke, die geschlossen hinter Wohnbaustadtrat Michael Ludwig stehen und sich putzig "Die Mehrheit" nennen, auf Stadträtin Sonja Wehsely (Gesundheit und Soziales) eingeschossen haben. Was nicht vergessen werden darf: Viele der hauseigenen Kritiker haben seit der Ablöse von Werner Faymann als Bundesparteichef natürlich eigene Interessenten für die Ausweitung der Kampfzone.

Donaustadt-Chef Ernst Nevrivy vermisst im "Krone"-Gespräch "die angekündigten Veränderungen". Gerade er habe in den vergangenen Tagen viel mit Bezirksbewohnern gesprochen, die von der Wiener Spitalspolitik enttäuscht seien.

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