Fr, 24. November 2017

US-Dollar verlor

09.11.2016 07:29

Trump-Sieg schickt Börsenkurse auf Talfahrt

Nach dem Sieg Donald Trumps bei den US-Wahlen reagieren die Finanzmärkte mit Panik. In Japan kam es in den frühen Morgenstunden bereits zu einem massiven Kursverfall, beim deutschen Leitindex Dax wird ebenfalls eine Talfahrt erwartet. Auch die US-amerikanischen Aktienmärkte werden stark im roten Bereich prognostiziert. Der US-Dollar verlor gegenüber Yen und Euro stark an Wert. Auch der Schweizer Franken und die "Antikrisen-Währung" Gold legten zu.

An den Finanzmärkten fürchten Anleger bei einem Präsidenten Trump eine Einschränkung des freien Warenverkehrs sowie eine Abschottung durch Grenzzäune. Das wäre langfristig Gift für die international aufgestellten US-Konzerne und deren Aktien.

Der US-Dollar verlor gegenüber Yen und Euro massiv an Wert. Der japanische Yen gewann in der Früh im Verhältnis zum US-Dollar um 3,8 Prozent an Wert. Der Yen gilt an den Finanzmärkten als sicherer Hafen. Sinkt das Sicherheitsbedürfnis der Anleger, gibt die Währung tendenziell nach - umgekehrt legt sie in der Tendenz zu, wenn die Unsicherheit steigt.

Euro legt gegenüber US-Dollar zu
Auch der Euro stieg, er baute in der Früh seine Gewinne deutlich aus. Die Gemeinschaftswährung legte im Verhältnis zum US-Dollar zuletzt in der Spitze um 2,5 Prozent zu.

Dagegen verlor der mexikanische Peso im Verhältnis zum US-Dollar um 13 Prozent an Wert. Ein Dollar kostete am frühen Morgen bis zu 20,7 Peso, damit ist der Peso so schwach wie nie zuvor. Aufgrund der Sensibilität des Peso auf die Ereignisse im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen galt die mexikanische Währung an den Finanzmärkten als "Trump-o-Meter". Weil Trump Mexiko mit einem Handelskrieg und mit dem Bau einer Mauer an der Landesgrenze gedroht hatte, galt: Je höher die Chancen des Republikaners auf einen Wahlsieg schienen, desto höher war der Druck auf den Peso.

Krisensitzung in Japan, Gold und Franken steigen
Angesichts der Turbulenzen an den Finanzmärkten haben die japanische Regierung und die Zentralbank des Landes ein Krisentreffen anberaumt. Das Treffen nach Börsenschluss am Mittwochnachmittag diene dazu, "Informationen über die Märkte auszutauschen", sagte ein Sprecher der japanischen Notenbank.

US-Marktbeobachter Daniel Saurenz von Feingold Research rechnet angesichts des drohenden Sieges von Donald Trump mit einem schwarzen Mittwoch. "Das Horrorszenario für die Finanzmärkte ist eingetreten und die Meinungsforscher haben es geschafft, sich nach dem Brexit ein zweites Mal bis auf die Knochen zu blamieren", sagte Saurenz. Anleger flüchteten in Gold und in den Schweizer Franken, bei Aktien und dem US-Dollar heiße es "Rette sich wer kann".

"Märkte auf dem falschen Fuß erwischt"
An den Börsen Europas werden ebenfalls Einbrüche erwartet. Der Broker IG taxierte den Eurostoxx 50 als Leitindex der Eurozone etwa eineinhalb Stunden vor der offiziellen Markteröffnung gut 4,5 Prozent tiefer auf 2887 Punkte. Das wäre der tiefste Stand seit Mitte Juli. Für den britischen Leitindex FTSE 100 zeichnete sich ein Minus von 3,76 Prozent auf 6586 Punkte ab.

"Die Märkte werden wie schon beim Brexit auf dem falschen Fuß erwischt", sagte Händler Ludwig Donnert von Orca Capital. Die Unsicherheit werde anhalten bis klar werde, wohin die Reise wirtschaftlich und politisch gehe.

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