Mo, 11. Dezember 2017

WM-Gold im Karate

29.10.2016 19:17

Buchinger am Ziel der Träume

Eines Tages gewinne ich die WM, ist auf ihrer Website zu lesen - in Linz setzte Alisa Buchinger den Wunsch nun in die Tat um.

Geschafft! Punkt 12.36 Uhr brachen bei Alisa Buchinger die Dämme. Die Salzburgerin sank in der Linzer Tips Arena weinend vor Glück zu Boden, nachdem sie im Finale der 68-kg-Klasse die Dänin Katrine Pedersen mit 9:1 von der Tatami-Matte gefegt hatte. Der Traum, den sie seit frühester Kindheit gehegt und sogar auf ihrer Website manifestiert hat, ging bei der Heim-WM in Erfüllung: 22 Jahre nach dem ersten Gold überhaupt für den Vorarlberger Daniel Devigili trug sich die 24-Jährige Samstag als Österreichs erste Karate-Weltmeisterin in die Annalen ein. Als bei der Siegerehrung die Bundeshymne erklang, kullerten bei Alisa erneut die Tränen. "Es wurde mal wieder Zeit, die Hymne zu hören. Vor dieser Kulisse - ein Traum!", schmunzelte sie später mit etwas Distanz schon sichtlich gelöster.

Krönung des Lebenswerks
"Die Anspannung vorm Kampf war schon riesig", fiel auch Manfred Eppenschwandtner nach dem Triumph ein Stein vom Herzen. Der Trainer hatte entscheidenden Anteil an diesem historischen Triumph. Dieser Titel krönt auch mein Lebenswerk", sah er 19 Jahre gemeinsame Arbeit eindrucksvoll bestätigt. Seine Spezialtechnik Ushirogeri, ein Fußstoß aus der Drehung, in der Vorbereitung perfektioniert und vor der Video-bewaffneten Konkurrenz streng geheim gehalten, war im Turnier die große Überraschung. "Eine sehr schwierige Übung, man muss schnell sein." Das war Alisa. Zu schnell selbst für die Kampfrichter, die Eppenschwandtner deshalb bereits in der Poolrunde zweimal korrigieren musste. Fazit: Bei 23 eigenen Trefferpunkten kassierte Buchinger in fünf Fights selbst nur einen einzigen!

Auch die Offensiv-Taktik gegen die Dänin, auf die Alisa zuvor nur bei der Salzburger Premier League im April getroffen war, hatte "Eppi" für seinen Schützling maßgeschneidert. "Ich war fokussiert wie eine Löwin, wusste, ich muss aggressiv sein", war Alisa top eingestellt. Ihr Edelmetall blieb in Linz nicht das einzige: Mit Bettina Plank schlug danach noch die "Hausherrin" zu, holte sich 50-Kilo-Bronze.

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