Fr, 24. November 2017

Kind (5) wohlauf

13.10.2016 19:26

Tunesier wollte eigene Tochter entführen - gefasst

Polizisten aus Salzburg und Bayern haben am Donnerstag eine mutmaßliche Kindesentziehung stoppen können. Ein 33-jähriger Tunesier hatte seine fünfjährige Tochter gegen den Willen der Mutter in Salzburg-Elsbethen mit Unterstützung eines weiteren Mannes in ein Auto gesetzt und war nach Bayern geflüchtet. Bei Irschenberg wurde der Pkw angehalten, die zwei Verdächtigen wurden festgenommen. Das Kind blieb unverletzt.

Einem Bericht der Landespolizeidirektion Salzburg zufolge hatte die 22-jährige Mutter die Polizei kurz nach 15 Uhr alarmiert. Die Österreicherin schilderte, dass sie mit der Tochter die Großeltern in Elsbethen besucht hatte. Als sie mit zwei Cousins das Haus verlassen hatte, um spazieren zu gehen, nahmen der Kindesvater, ein Tunesier, und ein zweiter Mann das Mädchen an sich. Die Cousins, die das verhindern wollten - allerdings vergeblich - wurden von den Männern verletzt.

Die Polizei leitete eine Fahndung ein. Der 33-Jährige wollte mit dem Kind offenbar nach Frankreich flüchten, wo er bis vor drei Wochen mit der Frau und der Tochter gelebt hatte. Die 22-Jährige war dann zu Verwandten nach Salzburg gefahren, weil ihr der Mann ihren Angaben zufolge mehrmals Gewalt angetan und sie auch bedroht habe.

Verfolgung auf deutscher Autobahn aufgenommen
Die Autobahndienststellen der bayrischen Polizei leiteten ebenso eine Fahndung ein. Kurz darauf konnte der gesuchte Pkw auf der A8 Salzburg-München auf Höhe des Parkplatzes Chiemsee durch eine Streife der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein wahrgenommen und die Verfolgung aufgenommen werden. Um eine mögliche Gefährdung des Kindes und der beiden Männer zu vermeiden, wurden mehrere Polizeifahrzeuge hinzugezogen.

Kurz vor dem Irschenberg, auf Höhe des Parkplatzes "am Moos", konnte das Fahrzeug angehalten und beide Verdächtige vorläufig festgenommen werden. Das Kind ist laut Polizei wohlauf, es befindet sich in polizeilicher Obhut. Insgesamt waren die Crews von acht Polizeifahrzeugen an der Festnahme beteiligt, die zwei Männer widersetzten sich der Amtshandlung nicht. Aufgrund des Tatortes in Österreich und der Festnahme in Deutschland folgen nun Rechtshilfeabkommen durch die zuständigen Staatsanwaltschaften, hieß es.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden