So, 19. November 2017

OP geglückt

27.10.2016 07:59

Kangal-Rüde „Pascha“ soll endlich schmerzfrei sein

Manche Tiere müssen so viel aushalten und geben sich trotzdem niemals auf. Eines davon ist Kangal-Rüde "Pascha", der von seinen beiden Vorbesitzern tierschutzwidrig gehalten wurde und jetzt vom Tierheim Bruck an der Leitha gepflegt wird. Er hatte starke Schmerzen, wurde aber bereits erfolgreich operiert und mittlerweile geht es ihm wieder sehr gut!

Kangal "Pascha" war einst illegal aus der Türkei importiert worden und musste für einen skrupellosen Vermehrer als Zuchtrüde herhalten. Lange musste er im Garten an der Kette ausharren, zeugte mehrere Würfe mit Hündinnen, die in Zwingern gehalten wurden. Schließlich hat man ihn weiterverkauft - doch Pascha hatte erneut Pech mit seinem Besitzer. Gemeinsam mit einer Artgenossin wurde er in einem Gartenschuppen einquartiert, die Hunde liefen mehrmals davon und wurden immer wieder von der Polizei aufgegriffen.

"Hunde wollten nicht mit Besitzer mitgehen"
Das Tierheim Bruck an der Leitha, das schließlich eingeschalten wurde, schickte Hundetrainerin Sabine Taferner los, die sich erinnert: "Die Polizei hat uns angerufen, ich traf gleichzeitig mit dem Hundebesitzer ein. Die beiden Kangals weigerten sich, mit ihm mitzugehen, rissen sich los und sprangen in mein Auto." Nach Intervention durch Polizei und Tierheim entschied sich der Halter schließlich, die beiden Kangals abzugeben.

Schwerer Eingriff steht bevor
Schon wenig später stellte sich heraus, dass sich der Besitzer monatelang kaum um die Hunde gekümmert hatte. Pascha und seine Hundefreundin waren beide sehr abgemagert, die Krallen teilweise so lang, dass sie eingewachsen waren. Bei Pascha wurden mehrere Mastzelltumore festgestellt, die operativ entfernt werden mussten. Außerdem zeigte der Rüde immer wieder Schmerzen im Bereich des Beckens und der Hinterbeine. Wegen des Verdachts auf Cauda equina Syndrom muss schnellstmöglich eine CT-Untersuchung in Vollnarkose durchgeführt werden.

"Für Schützlinge auch in schlechten Zeiten verantwortlich"
"Wenn aufgrund des Ergebnisses ein chirurgischer Eingriff erforderlich sein sollte, wird in der gleichen Narkose operiert. Das bedeutet dann drei Tage Klinikaufenthalt. Wir hatten von der Klinik ein günstiges Angebot in Höhe von 2000 Euro erhalten", so Christoph Schwarzel vom Tierheim Bruck an der Leitha. Man glaube fest daran, für alle Schützlinge in guten und schlechten Zeiten verantwortlich zu sein, unabhängig vom Alter des Tieres.

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