Sa, 18. November 2017

Bei Rot über Gleise

11.10.2016 08:20

Mutter von Zug erfasst und mitgeschleift - tot

Der Weg über die benachbarten Bahngleise war für eine 48-jährige Oberösterreicherin Alltag - und genau das dürfte ihr das Leben gekostet haben. Während ein Zug der Linzer Lokalbahn in die Haltestelle einfahren wollte, lief die Frau noch über die Bahnstrecke. Sie wurde vom Triebwagen erfasst und elf Meter weit mitgeschleift. Die Mutter eines behinderten Sohns verstarb noch am Unfallort.

Die 48-jährige Eferdingerin Andrea P. wohnte nur etwa 50 Meter von der Unfallstelle entfernt in einer Parallelstraße zur Bahnstrecke. Am Montag gegen 9.30 Uhr überquerte sie trotz Rotlicht der Lichtsignalanlage den unbeschrankten Bahnübergang, wollte vermutlich den Lokalzug erreichen, der kurz vor dem Einfahren in den Haltestellenbereich und deshalb nur mit ungefähr 40 Stundenkilometern unterwegs war.

Andrea P. lief aus Sicht des Lokführers von rechts auf die Gleise zu. Sie wurde vom Zug erfasst und elf Meter mitgeschleift. Der Notarzt und des Team des Roten Kreuzes versuchten noch, die 48-Jährige zu reanimieren, sie starb jedoch an der Unfallstelle.

"Weiß gar nicht, wie es weitergehen soll"
Besonders tragisch: Andrea P. hatte sich viele Jahre um ihren seit einer schweren Krankheit in der Kindheit massiv beeinträchtigten Sohn gekümmert. Ihr Ehemann kam zur Unfallstelle am Übergang, sagte dort tief erschüttert: "Ich weiß gar nicht, wie es jetzt weitergehen soll." Noch dazu sollen seine Schwiegereltern gesundheitlich angeschlagen sein. Die Familie war auch vom Hochwasser betroffen.

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