So, 19. November 2017

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17.09.2016 10:50

Arktiseis auf dem zweitniedrigstem Stand seit 1978

Die Meereis-Ausdehnung in der Arktis hat kürzlich den zweitniedrigsten Stand seit Beginn der Satellitenbeobachtungen im Jahr 1978 erreicht. Die Eisfläche sei auf 4,14 Millionen Quadratkilometer geschrumpft, wie bereit im Jahr 2007, berichtete kürzlich das Nationale Schnee- und Eisdatenzentrum der USA (NSIDC) an der University of Colorado in Boulder.

Kaum wo sind die Folgen der globalen Erwärmung sichtbarer als in der Arktis. Schmolz das Eis seit den 1970-ern alle zehn Jahre um durchschnittlich drei Prozent, sind es in den vergangenen zehn Jahren etwa zehn Prozent jährlich gewesen. Greenpeace fordert daher ein Netzwerk an Schutzgebieten in der Arktis und den Umstieg auf erneuerbare Energien.

"Der Rückgang des arktischen Eises ist zu einem Alarmsignal für den Klimawandel geworden", sagt Lukas Meus, Arktis-Sprecher von Greenpeace in Österreich, "Alleine an einem Tag - vom 6. auf den 7. September - verlor die arktische Eisdecke fast 120.000 Quadratkilometer, also eine Fläche, die rund eineinhalbfach so groß ist wie Österreich."

Erderwärmung lässt Arktiseis rasant schmelzen
Noch geringer als heuer war die Ausdehnung der Eisfläche im Jahr 2012. Langfristig betrachtet schmilzt das arktische Eis in einem rasanten Tempo. Die zehn niedrigsten Werte der Eisausdehnung pro Jahr stammen alle aus den letzten zehn Jahren. Der Grund für den massiven Rückgang des Eises liegt an der globalen Erderwärmung. Diese führt dazu, dass die Temperaturen in der Arktis mehr als doppelt so schnell voranschreiten wie anderswo in der Welt.

Laut NASA-Daten lag der Temperaturanstieg im Februar 2016 in manchen arktischen Regionen bei 16 Grad Celsius über dem Monatsdurchschnitt für Februar der Jahre 1951 bis 1980. "Die Arktis gilt als Kühlschrank unseres Planeten. Da die arktische Eisdecke die Sonnenstrahlen zurück ins Weltall reflektiert, wird die Erderwärmung eingedämmt", erklärt Greenpeace-Sprecher Meus, "Doch indem das Eis schmilzt, kann die Arktis diese wichtige Aufgabe nicht mehr erfüllen. Der Ozean absorbiert die Sonnenenergie, was den Klimawandel weiter antreibt."

2016 wird vermutlich heißestes Jahr seit Aufzeichnungsbeginn
Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Jahr 2016 zum heißesten Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen werden kann. Bereits die Temperaturen in den ersten sechs Monaten schlugen alle Rekorde und bestätigen somit die Prognose für das Gesamtjahr.

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