Di, 21. November 2017

Filzmoos im Hoch

04.09.2016 21:29

Trainer schrieb das „Erfolgsdrehbuch“

Für die Truppe aus Filzmoos läuft es momentan wie am Schnürchen: Sechs Runden sind gespielt und sagenhafte vier Siege gehen bereits aufs Konto des ehemaligen Sorgenkindes. Im 2. Klasse Süd-Duell gegen Nachbar Annaberg setzte man sich klar mit 3:1 durch und ist damit nun erster Verfolger von Spitzenreiter Großarl. Ein Fußball-Märchen - ist der Saisonauftakt der Nobodys aus dem Pongau doch der beste seit dem Jahr 2001.

Die Filzmooser standen kurz vor dem Aus: Nicht nur die Besucherzahl an Spieltagen sank, sondern auch die Anzahl an Spielern - die Erfolge blieben somit aus. "Wir hatten keine Motivation mehr, wurden immer schlechter", erinnerte sich Sektionsleiter Andreas Rettenwender an diese schwierige Zeit. Die ab sofort Vergangenheit ist. Unter neuem Kommando sollte es mit dem Klub wieder aufwärts gehen: "Wir wollten frischen Wind", begründete Rettenwender den dritten Trainerwechsel seit 2008. Markus Lienbacher ist der Mann, in den man alle Erwartungen gesetzt hat. Ob er diese wohl erfüllt hat? Mehr als das!

"Wir haben ihm ein Jahr Zeit gelassen, sein System im Team aufzubauen und schon im Frühjahr war der Erfolg zu sehen", freute sich Rettenwender. Dass man in der neuen Saison dann aber gleich einen derart bombastischen Start hinlegte, kam auch für Trainer Lienbacher selbst überraschend: "Es war immer unser Ziel, guten Fußball zu spielen. Dass uns das so gut gelingt, hätten wir uns aber auch nicht gedacht." Was beim 3:1 in Annaberg deutlich zu sehen war. "Wir haben das Spiel kontrolliert, fast nichts zugelassen, obwohl sie immer weitergekämpft haben."

Trotzdem Ziel Mittelfeld
Trotz dieser Leistungsexplosion bleibt man bescheiden: "Unser Ziel ist ein Tabellenplatz in der goldenen Mitte. Alles weitere ist Zugabe", so Lienbacher. Das Sommermärchen von Filzmoos (davor zwei Titel in 38 Jahren Unterhaus) geht jedenfalls vorläufig weiter. Eine Besonderheit ist der Auftakt auch insofern, als dem Klub aus der Heimat von Ski-Star Michaela Kirchgasser selbst beim letzten Titelstück 2003 ein solcher Traumstart verwehrt geblieben war.

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