Mo, 28. Mai 2018

Verteilzentrum

23.08.2016 16:30

Die letzten Flüchtlinge verließen Kaserne Fehring

Es ist ruhig geworden in der alten Hadik-Kaserne; Dienstagmittag räumten Mitarbeiter der Betreuungsfirma ORS gerade das Areal zusammen. Am vergangenen Freitag sind die letzten Asylwerber ausgezogen, nach einem Jahr ist das Verteilzentrum Fehring Geschichte. Gemeinde und Ministerium zogen Bilanz.

August 2015: In Österreich kommen immer mehr Flüchtlinge an, daher soll in jedem Bundesland ein Verteilzentrum entstehen. In der Steiermark fällt die Wahl auf die Kaserne Fehring, aus der ohnehin bald die Soldaten ausgezogen wären. "Wir standen vor vielen Fragezeichen", erinnert sich Bürgermeister Johann Winkelmaier. Der Vertrag ist auf ein Jahr befristet, "es wurde in der Bevölkerung immer wieder kritisch hinterfragt, ob das eingehalten wird".

Fast 3000 Asylwerber machten Zwischenstation
Die Politik hielt Wort: Das Verteilzentrum ist nun Geschichte! "Es gab keinen nennenswerten Zwischenfälle. Letztlich herrschte ein positives Miteinander", resümmiert Winkelmaier.

Insgesamt 2930 Asylwerber aus 23 Nationen (darunter Usbekistan, Indien, Eritrea) machten in Fehring Zwischenstation, ehe sie auf kleinere Asylquartiere aufgeteilt wurden. Im Herbst lag der Höchststand kurzzeitig bei 250 Personen. Zuletzt waren es laut Maximilian Koren vom Innenministerium nur noch wenige Flüchtlinge, die Verweildauer schrumpfte von anfangs zwei bis drei Wochen auf gerade einmal sieben Tage.

Mit 1. September gehören die Kaserne und der nahe Truppenübungsplatz der Gemeinde. Geplant ist ein Wohnprojekt mit landwirtschaftlichen Elementen. Laut Winkelmaier gibt es bereits Interessenten, die das Areal der Gemeinde abkaufen möchten.

Start in Graz für Ende Oktober geplant
Das neue Verteilzentrum entsteht in der Grazer Herrgottwiesgasse in der Nähe des Grünen Kreuzes. Laut Koren wird es Platz für bis zu 150 Asylwerber bieten, der Vertrag läuft drei Jahre lang. Die Betreuung dürfte wie schon in Fehring die Firma ORS übernehmen. Sollte baulich und rechtlich alles klappen, wird das Verteilzentrum Ende Oktober in Betrieb gehen (für die Anrainer ist dann eine Bürgerversammlung geplant). Bis dahin dient die frühere Baumax-Halle in Leoben als Übergangslösung.

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