Di, 12. Dezember 2017

Wegen Schanigärten

20.07.2016 17:00

Wien: Lokalbesuche werden bald teurer

Das Doppelte bis Dreifache müssen Gastronomen ab 2017 für ihre Schanigärten bezahlen. Gastro-Chef Peter Dobcak: "Diese Erhöhung ist völlig überzogen." Leidtragende seien die Gäste, die wohl für Teile der Kosten aufkommen müssen. Fazit: "Speisen und Getränke werden teurer. Der Mittelstand wird geschröpft."

Auch FPÖ-Klubobmann Dominik Nepp geht mit Rot-Grün hart ins Gericht: Die Stadtregierung treibe eine Branche, welche so dringend benötigte Arbeitsplätze schafft, vorsätzlich in den Ruin. Nepp: "Viele Gastronomen können sich ihre Gastgärten kaum noch leisten. Ein dramatisches Wirte-Sterben ist zu befürchten."

Der öffentliche Raum sei gerade in einer Millionenstadt ein kostbares Gut, kontert Finanzstadträtin Renate Brauner. Die geplante Gesetzesänderung bringe dafür die von der Wirtschaft geforderte Winteröffnung.

"Ursprünglich wollte die Stadt die Gebühren sogar verzehnfachen", heißt es aus der Wiener Wirtschaftskammer. "70 Euro pro Quadratmeter standen für Toplagen im Raum. Wir haben das erfolgreich herunterverhandelt und weitere Erleichterungen erreicht. Es ist ein guter Kompromiss."

Wie berichtet, zahlen Wirte in exzellenten City-Lagen künftig 20 statt 7,50 Euro pro Quadratmeter. In den anderen Zonen außerhalb der Touristenpfade verdoppelt sich die Abgabe auf zehn bzw. zwei Euro. Unabhängig davon dürfen Gäste auch in den Wintermonaten draußen sitzen. Lokalbetreiber und Cafetiers können ab kommendem Jahr Sessel, Tische und strombetriebene Heizgeräte in begrenztem Ausmaß aufstellen.

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