Mo, 11. Dezember 2017

Integrationspaket

21.06.2016 12:00

Asylwerber: Regierung fördert gemeinnützige Arbeit

Die Regierung hat am Dienstag jenes Integrationspaket beschlossen, das sie vor zwei Wochen bei Integrationsminister Sebastian Kurz und Kanzleramts-Staatssekretärin Muna Duzdar in Auftrag gegeben hat. Es bringt Maßnahmen für Asylwerber, bei denen hohe Aussicht auf den Asylstatus besteht. Sie sollen verstärkt gemeinnützige Tätigkeiten verrichten und Deutschkurse besuchen können.

Kurz und Duzdar zeigten sich mit dem Paket zufrieden. Mit mehr Möglichkeiten für gemeinnützige Arbeit helfe man Aslywerbern, "ihren Beitrag für Österreich zu leisten", sagte Kurz. Duzdar erhofft sich mehr Einbindung in die Gesellschaft.

Kerns angedachte Arbeitserlaubnis für Asylwerber kommt nicht
Eine unlängst von Bundeskanzler Christian Kern angedachte Arbeitserlaubnis für Asylwerber werde so nicht kommen, hielt Kurz fest. Die Arbeitsmarktlage sei schon für anerkannte Flüchtlinge schwierig genug. Laut dem Integrationsminister soll ein Kriterienkatalog erstellt werden, "in welchen Bereichen" gemeinnützige Arbeitsmöglichkeiten für Asylwerber bestehen. Er ist der Ansicht, dass auch NGOs von solchen Einsätzen profitieren können. Kurz kündigte weiters den Ausbau von Sprach- und Wertekursen an.

Duzdar: "Regierungsarbeit funktioniert"
Duzdar war froh, dass man das Paket binnen zwei Wochen vorlegen konnte. Das zeige auch, dass die Regierungsarbeit funktioniere. Sie strich den hohen Stellenwert von Integration von Anfang an hervor. Gemeinnützige Tätigkeiten für Asylwerber auf Gemeindeebene würden diese auch sozial in die lokale Umgebung einbinden. Als Einsatzbeispiele nannte sie etwa Stadtbibliotheken oder die Wartung von Wanderwegen.

Innenminister Wolfgang Sobotka erhofft sich, dass die neuen Maßnahmen "den Tagesablauf von Asylwerbern besser strukturieren". Es gelte zu vermeiden, dass diese beschäftigungslos den Tag verbringen - "das ist nicht ihre Verantwortung, das geht auch an uns". Da in vielen Bereichen ohnehin schon einiges passiert sei, sollen nun "Best-Practice-Modelle" gesammelt werden.

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