Di, 12. Dezember 2017

Steroide hergestellt

09.06.2016 18:12

"Untergrundlabor" in Kärnten aufgeflogen

Mit einer weltweiten Aktion sind Sicherheitsbehörden gegen den Handel mit illegalen Arzneimitteln im Internet vorgegangen. Bei der Operation "Pangea" wurde in Kärnten ein sogenanntes Untergrundlabor zur Herstellung von Wachstumshormonen und Steroiden gefunden. Weiters wurden vom Zoll knapp 10.000 Stück Arzneimittel - hauptsächlich Potenzmittel - sichergestellt, hieß es in einer Aussendung.

In Villach und Klagenfurt gab es insgesamt drei Hausdurchsuchungen, dabei wurden mehr als 200 Kilogramm anabole Steroide sowie 500 Ampullen Dopingpräparat sichergestellt, sagte Vincenz Kriegs-Au, Sprecher des Bundeskriminalamts. Diese Präparate waren national und international versendet worden. Die Betreiber des Labors wurden auf freiem Fuß angezeigt. Der Zoll stellte im Postverteilerzentrum Wien-Inzersdorf 9936 Stück Arzneimittel im Wert von rund 7200 Euro sicher.

Über 100 Staaten an Operation beteiligt
Die seit 2008 jährlich durchgeführte Operation "Pangea" fand heuer von 30. Mai bis 7. Juni 2016 statt, beteiligt waren mehr als 100 Staaten. Sie hatte neben der Sicherstellung von gefälschten Präparaten vor allem die Ausforschung von Herstellern und Händlern sowie die Schließung von kriminellen Anbieter-Homepages zum Ziel. Europaweit wurden 19 Webseiten geschlossen. In Österreich waren das Bundeskriminalamt, die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit sowie der Zoll beteiligt.

Rattenkot und Straßenfarbe in Medikamenten
"Illegale und gefälschte Arzneimittel werden meist im Internet bestellt. Von diesen Fälschungen können enorme Gesundheitsrisiken ausgehen, da diese Mittel unter unkontrollierten und nicht nachvollziehbaren Bedingungen erzeugt werden und die erforderlichen Qualitätsstandards nicht erfüllen. So wurden in Fälschungen schon Rattenkot, Straßenfarbe oder Möbelpolitur gefunden", warnte Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser.

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