Mo, 18. Dezember 2017

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31.05.2016 06:33

Idomeni geräumt - Grenzschutz in Ungarn verstärkt

Nach der Räumung des griechischen Flüchtlingslagers Idomeni an der mazedonischen Grenze hat Ungarn mit der Verstärkung seiner Grenzanlagen zu Serbien begonnen. Einige Flüchtlinge hätten sich trotz der Grenzschließungen auf der Balkanroute auf den Weg gemacht, teilte die ungarische Regierung am Montag mit. Auch Bulgarien registriert seit geraumer Zeit mehr illegale Grenzübertritte und hat den Grenzschutz verstärkt.

"Nach der Schließung des Flüchtlingslagers Idomeni hat sich die Zahl der Migranten, die versuchen, den ungarischen Grenzzaun zu überwinden, erhöht", sagte der Berater des ungarischen Regierungschefs Viktor Orban, György Bakondi, dem Radiosender Kossuth. Während vor der Schließung 70 bis 90 Menschen illegal die Grenze überquert hätten, seien es nun 100 bis 150. Der Stacheldrahtzaun sei "nicht ausreichend" und werde durch "permanente Absperrungen" ersetzt. Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP sah am Montag auf der serbischen Seite der Grenze 200 bis 250 Menschen, die auf die Einreise nach Ungarn warteten.

"Situation nach Räumung von Idomeni nun schlimmer"
Während die Räumung des improvisierten Flüchtlingslagers von Idomeni aus Sicht der EU-Kommission ein richtiger Schritt war, wird in griechischen Medien nun Kritik laut. Ein Journalist des Fernsehsenders Skai meinte am Montag: "Im Grunde ist es jetzt schlimmer geworden - das Lager in Idomeni war im Laufe der Zeit wenigstens gut organisiert, nicht zuletzt dank der internationalen Hilfsorganisationen." Nun gebe es Schwierigkeiten, die weit verstreuten Menschen angemessen zu versorgen.

Tatsächlich sind nun zahlreich kleine, inoffizielle Lager an der Grenze zu Mazedonien entstanden. Rund 4000 Migranten sollen in der Nähe von Tankstellen und Hotels sowie nahe der Ortschaft Polikastro campieren.

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