Mo, 20. November 2017

Einbruch-Hochsaison

29.05.2016 08:00

Angst vor Kriminalität in Österreich wächst

In Deutschland schlagen Bevölkerung, Gewerkschaften und Medien Alarm: Die Einbruchszahlen schnellen in die Höhe, die Aufklärungsquote (landesweiter Schnitt: 16 Prozent) fällt in den Keller. Es hagelt Kritik! Der Vorwurf: Neben Flüchtlingskrise und Terrorbedrohung habe man die kriminelle "Baustelle" Einbruch vernachlässigt. Nun sollen die Mindeststrafen dafür verdoppelt werden. Die Höchststrafe läge laut "Süddeutscher Zeitung" dann bei zehn Jahren. Forderungen, die in jüngster Vergangenheit auch in Österreich immer wieder zu hören waren.

Mehrere Opfer klagten der "Krone", dass sie nach Einbrüchen stundenlang auf Polizisten warten mussten. Oder diese gar nicht kamen, weil sie angeblich ausgelastet waren. Vorwürfe, die von offizieller Seite aber stets dementiert wurden. Und auch die kürzlich präsentierte, rotweißrote Kriminalstatistik für das vergangene Jahr soll beruhigen. Österreichweit wurden 2015 fast 1600 Einbrüche weniger angezeigt als 2014. Ein Rückgang von 9,3 Prozent. Genauer betrachtet fällt jedoch auf, dass die Zahlen (entgegen dem Trend) in sechs Bundesländern nach oben geschnellt sind (siehe Grafik).

Ansturm auf Sicherheitselektronik
Es kommt nicht von ungefähr, dass Anbieter von Sicherheitselektronik fürs Eigenheim (wie zum Beispiel Alarmanlagen oder Bewegungsmelder) seit geraumer Zeit einen regelrechten Ansturm zu bewältigen haben. Eine Entwicklung Richtung Selbstschutz, die von der Exekutive begrüßt wird.

Kurz vor den Ferien ist die Angst der Bevölkerung noch deutlicher spürbar. Man weiß: Banden warten darauf, dass potenzielle Opfer in den Urlaub fahren. Mit steigenden Temperaturen klettert dann wohl auch die Kriminalitätsrate wieder in die Höhe. Statistisch betrachtet haben Täter - neben dem Spätherbst (Stichwort Dämmerungseinbrüche) - nämlich über die Sommermonate Hochsaison.

Mit meist einfachen Maßnahmen kann man ihnen diese aber vermiesen:

  • Sicherheitsschloss verwenden: Viele Einbrecher lassen von einem Objekt sofort ab, wenn sie einem extra sicheren Türschloss gegenüberstehen. Auch Alarmanlagen schlagen Täter in die Flucht.
  • Briefkasten leeren: Wenn man auf Urlaub ist, Freunde oder Bekannte bitten, den Briefkasten regelmäßig zu entleeren. Es sollte nicht der Eindruck erweckt werden, dass niemand zu Hause ist.
  • Keine Fotogrüße aus dem Urlaub in sozialen Netzwerken posten: Kriminelle spionieren spätere Opfer gerne vormals im Internet aus, und Informationen über eine Abwesenheit sind nützlich.
  • Zeitschaltuhren nutzen: Mittels Voreinstellung lässt sich das Licht zu einem gewissen Zeitpunkt in der Nacht einschalten. Licht schreckt Einbrecher ab!
  • Nachbarschaftshilfe: Wenn im Wohnhaus fremde und auffällige Gestalten herumschleichen, diese ansprechen oder sofort die Polizei alarmieren.
  • Fenster geschlossen halten: Gekippte oder geöffnete Fenster ziehen Kriminelle an.

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