Di, 17. Oktober 2017

Stadt macht ernst

07.05.2016 19:01

Illegale Vermietung bekämpfen

Sie erfreuen sich wachsender Beliebtheit und doch sind sie vielen Menschen ein Dorn im Auge: Digitale Vermittlungsplattformen für temporäre, private Unterkünfte wie "Airbnb", "9flats" oder "wimdu".

Das Prinzip ist schnell erklärt: Wer länger nicht zu Hause ist, kann mit wenigen Mausklicks sein Appartement auf diesen Internet-Plattformen unkompliziert zur Untermiete annoncieren. Aktuell hat "Airbnb" über 300 private Wohnangebote nur in Salzburg im Angebot. Der Preis pro Nacht liegt durchschnittlich bei 76 €.

Einsatzgruppe gegründet
Was aber viele Nutzer nicht wissen: Es gibt einen strengen gesetzlichen Rahmen, der regelt, ob eine Wohnung überhaupt untervermietet werden darf. So ist eine touristische Nutzung bei Häusern mit mehr als fünf Einheiten nach dem Salzburger Raumordnungsgesetz gar nicht gestattet. Außerdem müssen Miteigentümer der Vermietung zustimmen sowie Ortstaxen entrichtet werden. Bislang orientierten sich viele an dem Grundsatz "wo kein Kläger, da kein Richter". Doch damit soll endgültig Schluss sein. BL-Stadtrat Johann Padutsch hat jetzt eine ressortübergreifende Einsatzgruppe zum Aufspüren illegaler Vermieter gegründet.

Unter der Leitung der Magistratsdirektion beteiligen sich Mitarbeiter des Baurechtsamts, dem Amt für öffentliche Ordnung oder der Finanzabteilung. Das Ziel ist es hart gegen die illegale Untervermietung vorzugehen. Dabei sind sie vor allem auf Tipps aus der Bevölkerung angewiesen. Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass im Netz verdeckt gegen schwarze Schafe ermittelt wird.

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