Do, 14. Dezember 2017

OeNB-Chef betont:

28.04.2016 16:50

"Negativzinsen für Private wird es nicht geben"

Die Diskussion über die Nullzinspolitik der EZB wird auch in Österreich kritisch geführt. OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny verteidigt die Maßnahmen, die er als Direktoriumsmitglied der EZB mitverantwortet, stellt aber klar: "Negativzinsen für Privatkunden wird und darf es bei uns nicht geben."

Die Banken müssen schon seit einiger Zeit "Strafzinsen" zahlen, wenn sie Geld bei der EZB parken. Im Ausland geht es auch großen Firmen so. Doch für Privatkunden sei das kein Thema. Nowotny: "Weder werden die Sparer etwas zahlen müssen, wenn sie Geld veranlagen, noch werden Kreditnehmer etwas dafür bekommen, wenn sie Geld aufnehmen", stellt er klar. Doch die EZB habe mit ihrer Politik einige Ziele erreicht und für Stabilität in Europa gesorgt.

So sei es gelungen, eine Deflation (sinkende Preise und sinkende Löhne, Anm.) zu verhindern. Von den billigen Krediten profitiert der Staat Österreich (wir zahlen für zehnjährige Anleihen nur 0,44 Prozent Zinsen) genauso wie Unternehmer. Eine "Nebenwirkung" seien die niedrigen Sparzinsen. Wenn die Inflation wieder steige, werde es hier wieder aufwärts gehen. Die Abschaffung des 500-Euro-Scheinslehnt Nowotny persönlich ab, weil Mehrkosten damit verbunden seien und die Diskussion über die Zukunft des Bargelds unnötig angeheizt werde.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden