Mi, 22. November 2017

Silvester-Übergriffe

11.04.2016 17:46

Sex-Prozess: „Hatte Angst, vergewaltigt zu werden“

Zu Silvester wurden Hunderte Frauen in mehreren deutschen Städten Opfer sexueller Übergriffe. Brennpunkt war - wir berichteten - Köln. In Düsseldorf hat am Montag der erste Prozess wegen eines solchen Übergriffs begonnen. Angeklagt war ein 33-jähriger Marokkaner, der mit unbekannten Mittätern eine Frau umzingelt haben soll. "Wir kamen da nicht weg, überall spürte ich Hände. Ich hatte Angst, vergewaltigt zu werden", berichtete das Opfer. Der Prozess wurde vertagt.

Laut Anklage fasste der Mann das Opfer im Intimbereich zwischen den Beinen an. Die Frau soll den Marokkaner später in einem Fernsehbeitrag wiedererkannt und als Täter aus der Silvesternacht identifiziert haben. In dem Verfahren ist der 33-Jährige zudem wegen zweier weiterer Straftaten aus dem vergangenen Jahr angeklagt. In diesen Fällen legt ihm die Staatsanwaltschaft gefährliche Körperverletzung und Sachbeschädigung zur Last. Für den Prozess sind zunächst drei weitere Verhandlungstage bis 1. Juni anberaumt.

Mehr als 1500 Straftaten in Kölner Silvesternacht
In der Silvesternacht hatte es in einer Reihe deutscher Städte Übergriffe und Raubdelikte auf Feiernde gegeben. Die Vorfälle lösten eine bundesweite Debatte über ein mögliches Versagen der staatlichen Behörden am Silvesterabend und über die künftige Flüchtlingspolitik aus. Allein in Köln bearbeiten die Ermittler mehr als 1500 Straftaten aus der Silvesternacht, die überwiegend von Nordafrikanern begangen worden sein sollen. Bei mehr als einem Drittel der vorwiegend am Kölner Hauptbahnhof verübten Delikte handelt es sich um Sexualstraftaten.

Wegen Eigentumsdelikten wurden in den vergangenen Wochen in Köln bereits mehrere Täter aus der Silvesternacht verurteilt. Das erste Verfahren wegen der sexuellen Übergriffe soll in den kommenden Wochen vor dem Kölner Amtsgericht stattfinden.

In der Düsseldorfer Silvesternacht zählten die Ermittler fast 180 Straftaten, 118 davon waren Sexualdelikte. Bis Ende März wurden 16 Tatverdächtige ermittelt, davon 15 mit nicht-deutscher Nationalität: sieben Marokkaner, drei Algerier, zwei Bangladescher sowie ein Syrer, ein Afghane und ein Albaner.

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