Mo, 20. November 2017

Von UNO vermittelt

11.04.2016 06:50

Jemen: Erneute Waffenruhe hält größtenteils

Nach Monaten verheerender Kämpfe ist im Bürgerkriegsland Jemen erneut eine Waffenruhe, die von der UNO vermittelt worden war, in Kraft getreten. Ab Mitternacht jemenitischer Zeit (23 Uhr MESZ) sollen zwischen den Konfliktparteien im gesamten Land die Kämpfe eingestellt werden. Trotz vereinzelter Kämpfe in den ersten Stunden hält die Waffenruhe bisher größtenteils. Die Einhaltung der Feuerpause ist dabei auch ein wichtiges Signal für die geplanten Friedensverhandlungen am 18. April in Kuwait.

Vor allem aus der zentraljemenitischen Großstadt Tais wurden Kämpfe berichtet. Nach Angaben von Einwohnern hätten die aufständischen Houthi-Rebellen dort Wohngebiete beschossen. In den Provinzen Tais und Lahj habe es zudem Luftangriffe der saudisch-geführten Militärkoalition gegeben. In der von den Houthis kontrollierten Hauptstadt Sanaa blieb es Berichten zufolge zunächst ruhig.

Die schiitischen Houthis kontrollieren große Teile vor allem im Norden und Westen und kämpfen gegen Truppen und Verbündete von Präsident Abd-Rabbu Mansour Hadi. Seit März des Vorjahres bombardiert die Militärkoalition Stellungen der Rebellen im Land. Nach UN-Angaben sind im Jemen vergangenes Jahr etwa 9000 Menschen ums Leben gekommen - mehr als 3000 von ihnen Zivilisten. Frühere Feuerpausen hatten nicht zu einer Beruhigung des Konflikts geführt.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden