Sa, 18. November 2017

„Bild des Grauens“

08.04.2016 12:23

Zwei Kleinkinder bei Frontalkollision gestorben

Zwei Mädchen im Alter von 15 Monaten und vier Jahren sind am Donnerstagabend bei einem schweren Verkehrsunfall in Salzburg ums Leben gekommen. Zwei Fahrzeuge waren zuvor frontal kollidiert, die beiden Kinder erlitten schwerste Verletzungen und starben später im Krankenhaus. Auch zwei Erwachsene - darunter die Mutter der beiden - wurden bei dem Zusammenstoß schwer verletzt.

Es war ein Einsatz, der auch hartgesottenen Helfern naheging: Am Donnerstag gegen 20.30 Uhr war es auf der Lammertal-Straße auf Höhe des Sportplatzes in Scheffau zur Kollision der beiden Fahrzeuge gekommen. In einem Auto war eine 34-jährige Frau mit ihren beiden Kindern unterwegs gewesen, im zweiten Pkw eine 61-Jährige. Was der Auslöser für den verheerenden Unfall war, ist vorerst noch unklar.

Der Scheffauer Bürgermeister Friedrich Strubreiter, der bis vor zwei Jahren als hauptberuflicher Notfallsanitäter gearbeitet hatte, eilte zu Hilfe. "Ich war in der Gemeindesitzung, als ich den Anruf der Leitstelle bekam, dass bei uns ein schwerer Unfall passiert ist", schildert der Ortschef. Sofort übergab er das Kommando seinem Vize und raste los. Gleichzeitig mit dem ersten Rettungswagen traf er ein.

"Es war ein Bild des Grauens"
"Es war ein Bild des Grauens", so Strubreiter. Seine jahrelange Erfahrung half ihm den Überblick zu bewahren und ruhig zu bleiben. Ein Ersthelfer hatte bereits die zwei Kleinkinder aus dem VW Polo mit Halleiner Kennzeichen geborgen. Beide waren schwerst verletzt, Strubreiter und das Rettungsteam begannen sie zu reanimieren.

Auch die beiden Lenkerinnen der Unfallfahrzeuge zogen sich bei dem Zusammenstoß schwere Verletzungen zu. Die Opfer wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Während zwei Notärzte mit den Kindern ins Landesspital fuhren, begleitete Strubreiter die 34-jährige Mutter im Rettungswagen. Das Schicksal schlug jedoch erbarmungslos zu: Trotz aller Bemühungen der Ärzte gab es für die beiden Mädchen keine Rettung mehr. Sie erlagen später im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Die Angehörigen mussten von einem Kriseninterventionsteam betreut werden.

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