Di, 12. Dezember 2017

Landespleite droht

11.03.2016 17:10

Heta-Gläubiger schmettern Rückkaufangebot ab

Im Dilemma um die Schulden der Bad Bank Heta (früher Hypo Alpe Adria) sind die großen Gläubiger bei ihrer Ankündigung geblieben: Sie nahmen das Rückkaufangebot Kärntens für landesgarantierte Heta-Anleihen nicht an. Das bestätigte eine Sprecherin des Gläubiger-Pools kurz nach Ablauf der Annahmefrist am Freitagnachmittag der APA. Der Pool besitzt Bonds im Wert von fünf Milliarden Euro und kann so eine Lösung blockieren. Das Damoklesschwert einer Landespleite hängt damit weiter über Kärnten.

Das Bundesland ist freilich nicht sofort pleite. Zunächst müssen die Gläubiger warten, bis die Laufzeit ihrer Anleihen beendet ist (teils heuer, teils später). Dann werden sie von der Heta nur einen Teil zurückbekommen, weil die Finanzmarktaufsicht demnächst einen Schuldenschnitt erlässt. Danach kann man Kärnten auf Erfüllung seiner Haftungen (in Summe 11,5 Milliarden Euro) klagen.

Schon vorher werden Landeshauptmann Peter Kaiser und Finanzlandesrätin Gaby Schaunig versuchen, deren Gültigkeit auf dem Rechtsweg zu bestreiten. Es wird einen jahrelangen "Krieg" der Gutachter um die Frage geben, was im Fall des Falles von Kärnten zu holen ist. Die einen sagen, nur 50 bis 100 Millionen, andere behaupten Milliarden. Schuld am Scheitern des Rückkaufangebotes war, dass zu viele Gläubiger auf "100 Prozent" beharrten, was wohl unrealistisch war.

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