Mi, 13. Dezember 2017

Stichwahl in Fügen

11.03.2016 16:08

"Die Zeit ist reif für eine neue, junge Politik"

Mit seinen 25 Jahren könnte er der jüngste Bürgermeister von Tirol werden: Dominik Mainusch aus Fügen. Mit der "Tiroler Krone" sprach er über seinen frischen politischen Stil und seine Ziele.

727 Stimmen für Sie, 730 Stimmen für Ihren Konkurrenten. Was bedeutet Ihnen der überraschende Erfolg bei der Gemeinderatswahl?

Es ist total beeindruckend. Ich bin überwältigt vom Vertrauen, das die Bürger in mich und mein Team gesetzt haben. Jetzt gilt es, unsere Inhalte auch tatsächlich umzusetzen.

Wie würden Ihre Pläne für Fügen, die größte Gemeinde des Zillertals, konkret aussehen?

Ich betreibe einen neuen, politischen Stil. Ich verbiege mich nicht, bleibe mir selbst treu, suche den direkten Kontakt zu den Bürgern und will sie ehrlich behandeln. Es stehen in den kommenden Jahren viele wichtige Projekte an, denen ich mit Weitsicht und Mut entgegentreten möchte. Stichwort Verkehrsproblem und Dorfkernbelebung.

Sind die Zillertaler aufgeschlossener für eine neue Art der Politik?

Ich glaube, dass das nichts mit der Zillertaler Mentalität zu tun hat. Die Zeit ist endlich reif für einen neuen, jungen und frischen Zugang - egal in welcher Gemeinde.

Warum hat Ihr Konkurrent Walter Höllwarth derart viele Stimmen verloren?

Eben weil er sich auf nichts Neues einlässt und das stört die Bewohner mittlerweile. Sie sind mit der Art und Weise, wie Höllwarth Politik macht, schlichtweg unzufrieden. Dieses Dorfkaiser-Denken und die Politik im stillen Kämmerchen haben ausgedient.

Die Stichwahl geht morgen über die Bühne. Wie haben Sie sich darauf vorbereitet?

Ich bin mir, meinem Team und meiner Linie treu geblieben. Mir ist der persönliche Kontakt mit den Menschen unheimlich wichtig. Deshalb habe ich in den vergangenen zwei Wochen versucht, so viele Gespräche wie nur möglich zu führen.

Was rechnen Sie sich für Chancen aus?

Die Wähler haben bereits am 28. Februar ein klares Zeichen gesetzt. 65 Prozent haben sich gegen den amtierenden Bürgermeister entschieden. Und ich hoffe, dass sie das am 13. März erneut tun werden.

Sie sind Jurist. Vertragen sich Ihrer Meinung nach Politik und dieser Beruf?

Sie vertragen sich nicht nur, sie ergänzen sich. Als Politiker ist es vielfach auch Aufgabe, Gesetze zu vollziehen und zu beschließen. Als Jurist hat man daher sicher ein gutes Rüstzeug für das Amt des Bürgermeisters.

Welche Ratschläge haben Sie für Jung-Politiker?

Das Patentrezept gibt es nicht. Man sollte auf jeden Fall eine klare Vorstellung davon haben, wofür man steht. Und man muss bereit sein, viel Zeit und Mühe dafür zu investieren. Auch Freude, Leidenschaft und Ehrgeiz sind vorteilhaft.

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