Mo, 11. Dezember 2017

Falschparker und Co.

10.02.2016 15:01

Wien: 419 Anzeigen gegen Diplomaten - ohne Strafen

Rasen, Falschparken oder Alkohol am Steuer - und das ohne Angst vor Strafen! Die Rede ist von durch ihre Immunität geschützten ausländischen Diplomaten in Österreich. 419 Anzeigen - so die Polizeibilanz - setzte es gegen Angehörige von Botschaften in Wien im Vorjahr. Auch Fälle von Gewalt oder Diebstahl sind mit dabei.

Wer kennt das Ärgernis von zugeparkten Behindertenplätzen oder Verbotszonen sowie versperrte Einfahrten durch Autos mit CD-Logo (Diplomatisches Corps) und WD-Kennzeichen nicht?

Den Lenkern dieser Limousinen passiert im Gegensatz zu Otto Normalverbraucher aber praktisch nichts. Keine Strafverfolgung durch die Behörden, und Bußgelder werden zwar verhängt, müssen aber nicht bezahlt werden. Im schlimmsten Fall bzw. bei groben Übertretungen werden die "Sünder" von ihren jeweiligen Botschaften abgezogen und in die Heimatländer zurückgeschickt.

"Benimmschulungen" zeigen erste Wirkung
Verkehrsdelikte wie Rasen, Falschparken oder Alkohol am Steuer machen auch das Gros der Anzeigen für das Jahr 2015 aus. Vergleicht man die Statistik der vergangenen Jahre, dürften die Diplomaten - trotz durchschnittlich mehr als einer Anzeige pro Tag - tatsächlich "braver" geworden sein. "Benimmschulungen" vom Außenamt und des Verfassungsschutzes dürften da, etwa bei der Bezahlung von Anonymverfügungen, geholfen haben.

Einige der feinen Staatsmänner scheinen in der Polizeibilanz übrigens auch wegen häuslicher Gewalt oder Diebstählen auf.

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