Mi, 22. November 2017

Bei Wiener Linien

21.01.2016 09:38

„Kopfgeld“ für jeden erwischten Schwarzfahrer

Für Schwarzfahrer sind sie das größte Übel - die Fahrscheinkontrolleure der Wiener Linien. Für die sogenannten Schwarzkappler wiederum ist das Ertappen eines Öffi-Sünders natürlich Ziel ihrer täglichen Arbeit und auch gleichzeitig gut fürs Börserl: Denn pro erwischtem Schwarzfahrer erhalten die Sheriffs der öffentlichen Verkehrsmittel vier Euro an Provision.

Wie Wiener-Linien-Sprecher am Donnerstag gegenüber krone.at erklärte, handelt es sich dabei um einen "variablen Gehaltsbestandteil, der auch vertraglich geregelt ist". Es sei als eine Art "Bonus-System" für die Mitarbeiter zu verstehen, "wie es auch in anderen Bereichen üblich ist", so Unger.

Vier Euro netto pro Schwarzfahrer
Pro Öffi-Nutzer, der ohne Fahrschein angetroffen wird, erhält ein Kontrolleur rund vier Euro netto und kann im Monat so - natürlich je nach Öffi-Sünder-Aufkommen - um die 200 Euro zusätzlich verdienen. Die Chance, bei seiner täglichen Fahrt im Öffi-Netz einem "Schwarzkappler" zu begegnen, ist übrigens relativ hoch: So sind täglich rund 100 Kontrolleure gleichzeitig in Bus, Bim und U-Bahn unterwegs.

Zahl der Öffi-Sünder rückläufig
Allerdings bekommen sie mittlerweile immer weniger zu tun. So wurden im Vorjahr insgesamt rund 7,9 Millionen Fahrgäste kontrolliert, davon konnten 141.000 keinen gültigen Fahrschein vorweisen, also 1,8 Prozent.

Vergleicht man die Zahlen mit den Jahren davor, zeigt das einen Rückgang der Zahl der Öffi-Sünder: Wurden im Jahr 2004 noch 4,6 Prozent der Fahrgäste beim Schwarzfahren erwischt, waren es 2009 3,3 Prozent. 2012 waren 2,7 Prozent der Öffi-Nutzer ohne gültigen Fahrschein unterwegs, im Jahr 2014 noch 2,1 Prozent, wie die Wiener Linien kürzlich bekannt gaben.

Aus dem Video-Archiv: Wiener Linien laden zur virtuellen Öffi-Fahrt

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