Mo, 20. November 2017

Gottlose Tat

10.01.2016 18:55

Einbruch in Stift Heiligenkreuz während Chorgebet

Manchen ist nichts mehr heilig: Bei den weltberühmten singenden Mönchen von Stift Heiligenkreuz in Niederösterreich wurde nun eingebrochen, als sich die Gottesmänner beim Chorgebet versammelten. Ein Südländer stand plötzlich bei einem kranken Mönch im Zimmer und entkam mit geringer Beute.

Gottloser Einbruchsdiebstahl im Stift Heiligenkreuz im Herzen des Wienerwalds: Am Samstag um 5.15 Uhr früh erhielt die durch ihre Musik-CDs weit über die Grenzen Österreichs bekannte Ordensgemeinschaft Besuch von ungebetenen Gästen. Die Täter dürften dabei mit den Abläufen der himmlischen Hitparadenstürmer vertraut gewesen sein. Sie suchten sich einen Zeitpunkt aus, an dem sich niemand in der Klausur befand, also jenem Trakt, der sonst nur für die 92 Mönche zugänglich ist.

"Gott sei Dank war Beute sehr gering"
"Die Einbrecher drangen während des Chorgebetes zur Vigil in die Klausur, also den privaten Bereich des Stiftes, ein und haben sogar eine Zimmertür mit einem Brecheisen aufgebrochen", schildert Pater Karl Wallner. Und er fügt hinzu: "Gott sei Dank war die Beute sehr gering. Viel Geld gibt es bei uns ja nicht zu holen."

Dennoch sind die Zisterzienser entsetzt. "Wir sind betroffen und traurig und erstatteten Anzeige. Wir haben den Einbrecher und seine Komplizin sogar gestellt, aber er tat sehr fromm und wir ließen beide laufen. Wir entdeckten erst später, dass er sich gewaltsam Zutritt verschafft hatte", so der Rektor der Hochschule im Stift weiter. "An unserer Gastfreundschaft ändert sich nichts, an unseren Sicherheitsvorkehrungen schon. Wir bleiben offen für Gäste, jedoch nicht für Diebe."

Aus dem Video-Archiv: Tipps für mehr Sicherheit

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