Fr, 24. November 2017

Unglück im Zillertal

28.12.2015 16:54

Mutter und Sohn stürzten bei Bergtour in den Tod

Es waren keine "Halbschuhtouristen", doch dieses Risiko war zu hoch: Zwei deutsche Urlauber - Mutter (56) und Sohn (24) - wagten sich Sonntag auf den bekannten Berliner Höhenweg im Tiroler Zillertal. An einer eisbedeckten Stelle stürzten sie in einer Rinne 500 Meter in den Tod.

In einem Dezember mit üblichen Schneefällen ist der Berliner Höhenweg (teils mehr als 2000 Meter Seehöhe) für Wanderer unbegehbar. Heuer ist es an diesen Berghängen bis weit hinauf aper. Doch im Schatten gibt es oft vereiste Stellen.

Die Deutschen waren durchaus bergerfahren und hatten (im Sommer) schon öfters ähnliche Touren unternommen. Am Sonntag wollten sie von Ginzling im hintersten Zillertal zur Gamshütte (1916 Meter) gelangen. "Auf dem Weg gibt es viele kleine Bäche, die jetzt gefroren sind", weiß Christian Eder, Chef der Bergrettung Ginzling. Eine solche Stelle dürfte Mutter und Sohn zum tödlichen Verhängnis geworden sein.

Fußspuren im Schnee entdeckt
Erst am Sonntagabend schlug der Vater - er blieb mit weiteren Kindern im Tal - Alarm. Bei der Suchaktion flog ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera den Berg ab - vorerst ohne Ergebnis. Die Retter gaben aber nicht auf, der örtliche Notarzthubschrauber Heli 4 wagte im Mondlicht der klaren Nacht weitere Suchflüge. Dank Scheinwerfer stieß die Crew dann auf Fußspuren im Schnee, die plötzlich an der Unfallstelle endeten. Gegen 2.45 Uhr wurden Mutter und Sohn entdeckt, sie lagen etwa 500 Meter unterhalb des Absturzpunkts. Jede Hilfe kam zu spät.

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