Fr, 24. November 2017

Überzahlung

22.12.2015 10:31

Spitalsputz mit nicht ganz sauberer Abrechnung

Vermeintlichen Ungereimtheiten bei den Geldern für Reinigungsleistungen in den SALK ist Salzburgs SP-Chef auf der Spur, von Malversationen in Höhe von rund 1,26 Millionen Euro ist die Rede. Doppel- und Fehlverrechnungen ließen an eine Systematik denken, die Anfänge fallen noch in die Regierungszeit der SPÖ.

Aus Kreisen des Landesspitals wurden SP-Chef Walter Steidl offenbar Unterlagen zugespielt, die den Verdacht auf unsaubere Rechnungsgebarung im Reinigungs-Dienst offenbaren. Selbiger, es geht um 9.556 Räume, wird schon seit fünf Jahren von einer Privatfirma erledigt, die SALK selber konzentrieren sich mit ihrem Hauswirtschaftsdienst (67 Stellen) auf Bereiche, die laut Auskunft "näher am Patienten sind". Auch sensible Regionen wie OP-Trakte werden nur von speziell geschultem Personal betreut, um die hygienischen Standards nicht zu gefährden.

"Alles richtig gemacht"
Seitens des Spitals weist man die Steidl-Interpretation ins Reich der Fabel, für Landes-Vize Dr. Christian Stöckl "ein Schuss nach hinten. Sungler hat alles richtig gemacht." Es sei letztlich um 76.000 € beim Gesamtvolumen von über acht Millionen jährlich gegangen, also nicht einmal ein Prozent.

Steidl legt unbeirrt nach: "Es soll auch in der CDK systematisch zu Doppel- und Fehlverrechnungen gekommen sein, Honorare für nicht geleistete Arbeiten." Dass wegen des neuen Kollektivvertrags seit September 2015 um ein Fünftel mehr Reinigungs-Entgelt anfällt, sei unmöglich. Für SALK-Geschäftsführer Paul Sungler bewegten sich "die Ausgaben dieses Ressorts immer im Rahmen."

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