Fr, 24. November 2017

Bluttat von Mühlbach

19.12.2015 10:48

Die Ehefrau mit Messer getötet

Einen verwirrten, ja mitgenommenen Eindruck machte jener Ex-Metzger, der im Juli in Mühlbach seine Ehefrau mit sieben Messerstichen getötet hatte. Die Geschworenen wiesen ihn letztlich wegen seiner Alkoholsucht in eine Spezial-Klinik ein.

Knapp zwei Promille hatte Heinrich H. (65) an jenem Juli-Morgen noch im Blut, als er wie so oft zuvor mit seiner Frau in Streit geriet. Der dann völlig eskalierte. "Es ging wieder einmal um den Alkohol", so Staatsanwalt Andreas Allex. Während die Gattin (58) den Notruf wählte, holte Heinrich H. ein 30 Zentimeter langes Fleischermesser und stach sieben Mal auf seine Frau ein. Sie hatte keine Überlebenschance.

"Meine Frau fehlt mir"
Die Alkoholsucht - und laut Gutachterin Edith Tutsch-Bauer die damit verbundene Unzurechnungsfähigkeit - war es auch, warum die Staatsanwaltschaft keine Mord-Anklage erhob, sondern den Antrag auf Einweisung in eine Klinik stellte. Beim Prozess am Freitag am Salzburger Landesgericht zeigte sich Heinrich H. (Verteidiger Leopold Hirsch) sichtlich verwirrt, nur mit Mühe konnte er den sensiblen Fragen der vorsitzenden Richterin Ilona Schalwich-Mozes folgen. Meistens sagte er nichts. "Meine Frau fehlt mir", kam ihm über die Lippen.

An die Tat selber konnte er sich nicht mehr erinnern. "Ich bin traurig, dass das passiert und meine Frau tot ist", entschuldigte er sich bei den Angehörigen (vertreten durch Stefan Rieder für den "Weißen Ring"). Die Geschworenen stimmten letztlich einstimmig für den Antrag - nicht rechtskräftig.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden