Mo, 21. Mai 2018

Trio vor Gericht

27.11.2015 22:07

Teilbedingte Haft für zwei Überfälle

"Also nachgedacht haben wir nicht wirklich darüber. Wir sind halt losgeradelt und haben geschaut, wo was geht." – Recht lapidar erklären die jungen Räuber vor Gericht in Graz, wie es zu den zwei Überfällen gekommen ist. Ihr Motiv: Pay-TV-Schulden und Drogensucht.

"Wisst ihr eigentlich, was so ein Überfall für die Opfer bedeutet? Wenn man in den Lauf einer Pistole blickt? Es bedeutet Todesangst und oft jahrelange psychische Probleme", poltert Richter Raimund Frei. Anscheinend aber vergebene Liebesmüh’, denn die angeklagten Räuber machen irgendwie so gar keinen reuigen Eindruck.

"Super Plan"
Der Lette (26) war der aktive Teil, er hat die Überfälle auf die Tankstelle und das Wettcafé in der Südsteiermark begangen. Bewaffnet mit einer Feuerzeugpistole. Der Mazedonier (20) ist mit zu den Tatorten geradelt, hat die Beute übernommen - knapp 2000 Euro - und er sollte warnen, falls die Polizei kommt. "Und was hätten Sie dann getan?", fragt Frei. Schulterzucken. "Ich hab gar nicht hingesehen und Handy hatte ich auch keines mit!" - "Super Schmiere", so Staatsanwalt Hansjörg Bacher. "Super Plan!", ergänzt der Richter genauso sarkastisch.

100 Euro für den guten Freund
Der Dritte im Bunde ist ein Tschetschene (18), der die Raubüberfälle aber nur am Rande mitbekommen haben will. Obwohl er eigentlich wie das Mastermind dahinter wirkt. Belastet wird er aber überraschenderweise plötzlich von keinem mehr. Nur 100 Euro von der Beute soll er bekommen haben. Einfach so, weil er ein guter Freund ist, was er bestreitet.

Die (nicht rechtskräftigen) Urteile: drei Jahre bzw. 18 Monate teilbedingt für die Überfälle, sowie sechs Monate auf Bewährung für den Tschetschenen wegen Hehlerei.

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