Do, 24. Mai 2018

Lehrer verurteilt

23.11.2015 15:02

Haustür als "Waffe" - Frau erlitt Beinbruch

"Da muss man sich schon fragen, ob Sie den richtigen Job haben". Richter Andreas Mair machte am Montag am Innsbrucker Landesgericht keinen Hehl daraus, was er von den Methoden eines Unterländer Lehrers hielt. Dieser war zwar nicht im Klassenzimmer aber privat ordentlich ausgerastet – es gab eine hohe Geldstrafe.

Auf der Straße spielende Kinder hatten den Tiroler Lehrer in einer Unterland-Gemeinde auf die Palme gebracht. Der 56-Jährige soll dann die Kinder so massiv beschimpft und bedroht haben, dass diese in Panik davonliefen. Damit nicht genug: Er verfolgte sie auch noch und schürte damit die Angst. Als eine Mutter den Lehrer in dessen Wohnung zur Rede stellen wollte, bekam auch sie noch ihr Fett ab. In Form eines Unterschenkelbruchs. Sie hatte den Fuß in der Haustür, als er sie mit Wucht zuschlug.

Kinder als Zeugen

Da der Angeklagte Montag am Landesgericht die Sachlage ein wenig anders schilderte, kam den Zeugen - vor allem den Kindern - eine besondere Rollen zu. Und die machten ihre Sache gut. Das sagten alle Beteiligten. Auch eine Nachbarin schilderte den Vorfall, den sie durchaus als dramatisch und bedrohlich erlebt hatte.

11.200 Euro Geldstrafe

"Es ist bedenklich, wenn ein Pädagoge Kinder so über eine Wiese hetzt", begründete Richter Mair sein Urteil. Das lautete 11.200 € Geldstrafe (die Hälfte bedingt, nicht rechtskräftig). Und dann gab er dem Angeklagten auch noch den eingangs erwähnten Satz mit.

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