So, 27. Mai 2018

Flüchtlingscamp

12.11.2015 09:23

"Wenn Wetter umschlägt, wird’s kritisch"

Mehr als 10.000 Flüchtlinge wurden zuletzt ins Transit-Quartier nach Kufstein gebracht. Bisher lief alles reibungslos, was auch auf das warme Wetter zurückzuführen ist. Wenn es aber plötzlich umschlagen sollte, könnte es kritisch werden, so die Verantwortlichen. Die winterfesten Holzbauten kommen erst im Dezember.

Temperaturen um die 20 Grad untertags, blitzblauer Himmel, Sonnenschein: Tirol zeigte sich in den vergangenen Tagen und Wochen von seiner schönsten, ja fast schon sommerlichen Seite. Während die Skigebiete mit der Warmwetterperiode weniger Freude haben, spielt diese den Verantwortlichen des Kufsteiner Flüchtlings-Transitcamps voll in die Hände.

Holzbauten erste im Dezember

Nicht zuletzt deshalb, weil etwa die Toiletten und Waschräume nur übers Freie erreicht werden können. "Sollte das Wetter umschlagen, könnte es tatsächlich kritisch werden", weiß auch Campleiter Herbert Thaler vom Roten Kreuz. Die Zelte selbst seien ausreichend beheizbar. Sie sind aber ohnehin nur eine Übergangslösung. Wie das Land vorige Woche ankündigte, werden die Großzelte schon bald stabilen und winterfesten Holzriegelbauten weichen. Wie zu hören ist, sollen drei derartige Gebäude aufgestellt werden. Bis es soweit ist, dauert es aber noch eine Weile - laut Plan soll der erste Holzbau erst am 18. Dezember stehen.

Freigelände soll überdacht werden

Weiters ist vorgesehen, dass das Freigelände größtenteils überdacht wird. Würde bedeuten, dass die Transitzone (dort müssen sich die Flüchtlinge vor ihrem Abtransport zum Bahnhof anstellen) nicht mehr unter freiem Himmel ist. Und die Kinder und Jugendlichen könnten auch bei Schnee oder Regen wie bisher die Wartezeit mit Fußball- oder Basketballspielen überbrücken. "Es ist alles noch in Planung", so Thaler.

"Versuchen alles über Kufstein abzuwickeln"

Das Quartier ist und bleibt das zentrale Transit-Camp in Tirol. "Wir versuchen weiterhin alles über Kufstein abzuwickeln, mit Pufferzonen in Erl und Innsbruck", betonte unlängst LR Christine Baur. Zelt-Pläne, wie etwa jüngst in Pinswang, seien in den Hintergrund gerückt.

Bis zu 1200 Flüchtlinge können in Kufstein pro Tag abgewickelt werden.

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