Di, 22. Mai 2018

Deutsche Kripo:

09.11.2015 08:40

"Jeder zehnte Flüchtling wird straffällig"

Kann diese Prognose stimmen? Jeder zehnte der jetzt in Europa eintreffenden Asylwerber werde straffällig, sagt der Chef des "Bundes Deutscher Kriminalbeamter" in einem Interview mit der "Welt". Zitat: "Da kommen eine Menge junger Männer aus Perspektivlosigkeit hierher - und die bleiben perspektivlos. Dass aus dieser Gruppe dann ein Teil straffällig wird, ist völlig normal."

Die Aussagen von André Schulz, dem Chef des "Bundes Deutscher Kriminalbeamter" sorgen bereits im Web für emotionale Debatten: Immerhin würde seine Schätzung bedeuten, dass in Deutschland von einer Million Flüchtlinge bis zu 100.000 mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Oder für Österreich würde das nach dieser Prognose heißen, dass immerhin 8000 der 80.000 Flüchtlinge, die heuer einreisen dürften, eine Straftat begehen.

"Es kommen nicht nur Herzchirurgen ins Land"
"Religion und Herkunft spielen dabei eine untergeordnete Rolle. Den Deutschen würde es unter solchen Umständen genauso ergehen", beschreibt Schulz die Perspektivlosigkeit bei vielen Zuwanderern: "Es kommen halt nicht nur Herzchirurgen ins Land. Die Masse verhält sich friedlich und dankbar. Aber rund zehn Prozent der Flüchtlinge werden strafbar. Das zeigen die Fallzahlen aus den Bundesländern."

Der Kriminalpolizist fordert deshalb, mit "Transparenz den rechten Zeitgenossen den Wind aus den Segeln zu nehmen": "Ja, es kommen mehr Menschen ins Land, deshalb wächst auch die Wahrscheinlichkeit für Kriminalität. Wir müssen die Kriminalität der Asylwerber klar benennen."

Unter den bisher in Deutschland aufgefallenen Tätern seien allerdings keine Syrer, Iraker oder Afghanen, berichtet Schulz. "Nein, sondern Männer vom Balkan, aus dem Kaukasus, Nord-, West- und Zentralafrika. Und es sind in der Regel Männer, die schon in ihren Heimatländern als Straftäter aufgefallen sind."

"Viele Fehler" im Umgang mit den Rechten
Der Chef des "Bundes Deutscher Kriminalbeamter" kritisiert auch die deutsche Regierung: Beim Umgang mit den Rechtsradikalen seien "viele Fehler" passiert. Schulz meint: "Der Staat zieht sich aus Spargründen immer mehr aus dem öffentlichen Leben zurück. Gleichzeitig wird die Gruppe derer, die rechtsradikales Gedankengut duldet, immer größer. Und ein Teil der Deutschen ist mit sich selbst nicht im Reinen, was er über die Flüchtlingskrise denken soll: Die große Masse ist unentschlossen und verunsichert."

Auch das Verhalten der bayrischen CSU-Spitzenpolitiker Horst Seehofer und Markus Söder sei zu kritisieren, meint der deutsche Kriminalist: "Sie sprechen eine aggressive, ausländerfeindliche Stammtischsprache. Sie gießen damit Öl ins Feuer."

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